{"id":339,"date":"2013-01-18T21:31:00","date_gmt":"2013-01-18T21:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kekex.de\/blog\/?p=339"},"modified":"2013-01-18T21:31:00","modified_gmt":"2013-01-18T21:31:00","slug":"339","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kekex.de\/blog\/2013\/01\/339\/","title":{"rendered":"Fussgaengerzone in Mordor"},"content":{"rendered":"<p>Mal wieder ein &#8222;fr\u00fch-raus&#8220; Tag. Tags zuvor hie\u00df es noch, die Chancen ob die Wanderung stattf\u00e4nde oder nicht seien 50:50. Heute morgen hatte unsere Campingplatzrezeption dann bei dem Veranstalter angerufen und die meinten, die Tour findet statt, allerdings seien Windst\u00e4rken von 50-70 Knoten und Schnee zu erwarten, weswegen man auch problemlos stornieren k\u00f6nne. Wir wussten nicht so recht die Windst\u00e4rken umzurechnen und so sind wir los.<\/p>\n<p>Der Bus (einer von dreien) fuhr uns zum Startpunkt des Wanderweges und von dort ging die Massenwanderung los. Sonst gibt es morgens mindestens drei Touren zu verschiedenen Uhrzeiten, aufgrund des Schnees, wurde aber nur die eine Tour angeboten. Also alle drei Busse, alle voller Wanderer, gleichzeitig aussteigen und LOS!<\/p>\n<p>Ein eher unangenehmes Wirrwarr, man lief Person an Person, wollte nicht zu lange stehen bleiben, weil man im Weg stand oder sich erst wieder in die Kette einreihen musste. Aber nach einigen Kilometern entzerrte sich die Menschenmenge ETWAS (ich war irgendwie recht langsam, die meisten anderen hatten irgendwie vor, da hoch zu joggen&#8230;). Daf\u00fcr entsch\u00e4digten wirklich die Landschaft. Beschreiben kann ich das nicht wirklich, alles andere Gr\u00e4ser und B\u00fcsche, dazwischen rote-orangene B\u00e4che und schlie\u00dflich, als es weiter auf den Tongariro zuging immer mehr schwarze Lavasteine. Je weiter hoch man kam, desto gr\u00f6\u00dfer wurden diese Lavasteine und desto mehr dominierten und bedeckten sie die Landschaft. Das erste St\u00fcck weg ging noch relativ eben und nur wenig bergauf, das zweite St\u00fcck weg (die Devils Stairs) ging dann recht steil, aber verdammt gut mit Matten und Stufen ausgebaut, bergauf. Ob man ins Schwitzen kam, war trotzdem stark wetterabh\u00e4ngig. Bew\u00f6lkt: eher kalt, Jacke zu. Sonne: schnell sehr warm, alle L\u00f6cher auf!<\/p>\n<p>Kurz bevor wir wirklich auf den Kamm kamen, schlug dann das Wetter eine eint\u00f6nige Bahn ein: nur noch Wolken, etwas Regen und schlie\u00dflich Schnee. Dazu nat\u00fcrlich, wie schon die ganze Zeit: der unnachl\u00e4ssige Wind! Erstmal sind wir noch \u00fcber das Plateau weitergelaufen, doch der Schnee wurde schnell zu feinem Hagel, der unabl\u00e4ssig unseren Beine von hinten durchtr\u00e4nkt und gepiekst hat und die Sicht war schnell unter 50m gefallen. Von sch\u00f6ner Aussicht auf die Emerald Lakes war also keine Spur Hoffnung mehr \u00fcbrig. Die entgegenkommenden rieten uns auch von weitergehen ab und da wir absolut keine echte alpine Erfahrung haben, wie sowas weitergehen kann, sind wir schlie\u00dflich umgedreht. Sich weiter durch Eis qu\u00e4len, um dann doch nichts zu sehen, wenig schmackhaft.<\/p>\n<p>Das Wetter wechselte auch beim zur\u00fccklaufen sehr stark und h\u00e4ufig. Zuerst kam nach den ersten zur\u00fcckgelegten H\u00f6henmetern mit weiter viel Wind und Schnee etwas die Sonne raus, dann zog alles wieder zu, dann kam ein ordentlicher Schauer, der in Schnee \u00fcberging, runter und schlie\u00dflich kam wieder die Sonne raus. Dann zogen aber die Wolken so schnell \u00fcber einen hinweg, dass das Sonne-Schatten Spiel wirklich wie bei einem Lichtschalter war: an, aus, an, aus, in Sekundenschnelle!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck am Parkplatz warteten schon sehr viele Leute auf die Busse (auch von anderen Organisationen). Uns war gesagt worden, dass der fr\u00fcheste Bus um 14:30 Uhr zur\u00fcckf\u00e4hrt, allerdings hatten die wohl nicht damit gerechnet, dass soviele Leute wegen dem schlechten Wetter fr\u00fcher umkehren und oben vorallem keine l\u00e4ngeren Picknickpausen veranstalten! Der Unterstand war recht klein und wir ersp\u00e4hten schlie\u00dflich unsere Busse am anderen Ende vom Parkplatz, allerdings ohne Busfahrer. Einige andere Wanderer der gleichen Busorganisation hatte das aber wenig gest\u00f6rt, sie haben die Bust\u00fcren einfach von Hand aufgeschoben. Nach und nach kamen weitere Wanderer hinzu und so waren unsere zwei Busse, die dort standen, schon vor 14 Uhr komplett belegt. In Gedanken hab ich mich schon gefragt, was der Busfahrer wohl sagt, wenn er ankommt am Parkplatz und seinen vermeintlich gut abgeschlossenen Bus bereits voll besetzt mit Passagieren vorfindet! <\/p>\n<p>Am Ende war das aber weniger ein Problem, ein Scherz und schon ging der Busfahrer die Listen durch, wer schon da ist und wer erst mit einem sp\u00e4teren Bus f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Camper, mal wieder lustige W\u00e4sche aufh\u00e4ngen Aktion im Camper veranstaltet (die W\u00e4sche vom Vortag hat sich wiedermal wenig daf\u00fcr interessiert, dass sie trocken zu sein hat, wenn sie aus dem Trockner rauskommt) und mit h\u00e4ngender W\u00e4sche und Bikinis hinter der Frontscheibe (da schien direkt die Sonne drauf) losgefahren, einkaufen und weiter in Richtung Taupo, wo wir einen supersch\u00f6nen Rastplatz direkt am Wasser f\u00fcr die Nacht gefunden haben. Etwas Milchreis, Bims-Steine am Strand auflesen und eine nette Hippi-Dame von nebenan sp\u00e4ter war nun endlich f\u00fcr mich mal wieder Zeit zu bloggen. Voil\u00e0, da sind wir nun \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mal wieder ein &#8222;fr\u00fch-raus&#8220; Tag. Tags zuvor hie\u00df es noch, die Chancen ob die Wanderung stattf\u00e4nde oder nicht seien 50:50. Heute morgen hatte unsere Campingplatzrezeption dann bei dem Veranstalter angerufen und die meinten, die Tour findet statt, allerdings seien Windst\u00e4rken von 50-70 Knoten und Schnee zu erwarten, weswegen man auch problemlos stornieren k\u00f6nne. 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