{"id":433,"date":"2014-04-21T20:11:00","date_gmt":"2014-04-21T20:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kekex.de\/blog\/?p=433"},"modified":"2014-04-21T20:11:00","modified_gmt":"2014-04-21T20:11:00","slug":"433","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kekex.de\/blog\/2014\/04\/433\/","title":{"rendered":"Premium-Osterfahrt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wandern am Moselsteig<\/strong><br \/>\nDer folgende Text sind Abschriften aus dem Fahrtenbuch dieser Fahrt. Die jeweiligen Autoren stehen kursiv unter dem von ihnen geschriebenen Text. Fotos folgen noch!<\/p>\n<p><strong>Karfreitag, 18.4.2014<\/strong><br \/>\n5 Silberburger, 4 Antaresianer, 1 Pfadfinder-auf-Probe, 5 Jungs, 3 M\u00e4dels und 2 Gitarren &#8211; 8 Leute also, die gemeinsam auf Fahrt gehen wollten.<br \/>\nDavon trafen sich 7 Karfreitag fr\u00fch um 9 am Karlsruher Hbf um mit Jens VW-Bus nach Wiltingen zu fahren. Dort trafen wir auf Balli, unseren 8. Mann, stellten den Bus ab, verteilten das Essen und liefen los. Erstmal schl\u00e4ngelte sich unser Weg bergauf durch die Weinberge, bis wir schlie\u00dflich am h\u00f6chsten Punkt ein sonniges Pl\u00e4tzchen mit toller Aussicht fanden &#8211; der ideale Mittagessenplatz. Verschiedene Brotsorten, Gouda, Camembert, Salami, diverse s\u00fc\u00dfe Brotaufstriche, Trauben und sogar Lachs &#8211; \u00c4lterenfahrt ist schon was feines! Nach der geruhsamen Mittagspause folgten wir weiter unserem Weg bis wir schlie\u00dflich in Konz endlich auf die Mosel trafen und nach einer Uferquerung auch schlie\u00dflich auf unseren gew\u00e4hlten Pfad, den Moselsteig stie\u00dfen. Leider verlie\u00df uns dort auch bereits die Mosel und wir folgten mal asphaltierten, mal kleineren Schotterwegen \u00fcber Felder und durch W\u00e4lder.<br \/>\nUnser zuerst angepeiltes Tagesziel, eine Schutzh\u00fctte lie\u00dfen wir dann doch rechts (links) liegen, da sie zu nahe an einer Stra\u00dfe lag und liefen noch ein St\u00fcck weiter in Richtung einer Quelle und setzten unsere zwei Antares-Lagerplatzsp\u00fcrhunde ein, um einen sch\u00f6nen Lagerplatz zu finden. Dieser war eine sch\u00f6ne Wiese abgeschirmt durch B\u00fcsche und direkt am Waldrand, welcher ein zu sammelndes Holz und zu Ballis h\u00f6chstem Gl\u00fcck auch trockenes Eichenholz enthielt. Die Kohte mit Erdstreifen wurde aufgebaut und als die Wasserholer von den Wasserpfeifenrauchern zur\u00fcckkamen brannte auch schon das Feuer. Die kulinarische Auswahl des Abends waren Maultaschen in Br\u00fche mit geschmelzten Zwiebeln und Bacon. Dank der Eiche heizte uns das Feuer gut ein und so sa\u00dfen wir noch l\u00e4nger gem\u00fctlich ums Feuer, sangen, tranken Wein und diskutierten wie schon den ganzen Tag \u00fcber, was das b\u00fcndische Sein beinhaltet und was nicht. Meinungen trennten sich hier bei Stirnlampe vs. Kerzen oder Faltlaternen, Plastikrucks\u00e4cken vs. Affen, &#8222;Plastikfell&#8220; (=Isomatte) vs. Fell und, und, und.<br \/>\nJedenfalls ein toller, geruhsamer Abend und da ob des sch\u00f6nen Wetters Zz und Andi drau\u00dfen schliefen, war in der Kohte zu sechst mehr als genug Platz!<br \/>\n<em>Mareike<\/em><\/p>\n<p><strong>Karsamstag, 19.4.2014<\/strong><br \/>\nGegen 9 Uhr kriechen die ersten aus den Schlafs\u00e4cken. Schnell ist Feuer gemacht und schon bald kocht das Wasser f\u00fcr Kaffee und Tee. Ein reichliches Fr\u00fchst\u00fcck (mit Premium-M\u00fcsli) st\u00e4rkt uns f\u00fcr den Tag. Nachdem die Kohte abgebaut ist, R\u00fccks\u00e4cke gepackt sind, Affenrollen gewickelt sind und die Feuerstelle renaturiert ist, wandern wir los in Richtung Trier. Die Sonne kommt noch nicht richtig durch und der Wind ist frisch. Im Caf\u00e9 &#8222;Mohrenkopf&#8220; lassen wir uns mittags auf der Gartenterasse (mit Moselblick) nieder und lassen es uns bei Kaffee, hei\u00dfer Schokolade und Kuchen gut gehen.<br \/>\nSteile Wege und Treppen f\u00fchren uns hinunter nach Trier. In der Altstadt erwartet uns pulsierendes Leben. Bei dem inzwischen herrlichen Sonnenschein herrscht in den engen Stra\u00dfen und auf den Pl\u00e4tzen dichtes Gedr\u00e4nge. Mittels Aldi-App und Nachfragen steuern wir einen Aldi an. Zz und Marc kaufen ein und kommen mit einem gut gef\u00fcllten Einkaufswagen heraus, dessen Inhalt schnell auf die Rucks\u00e4cke verteilt ist. Balli und ich widmen uns dem Weinkauf: Darunter ein &#8222;Karl-Marx-Wein&#8220; aus dem Geburtshaus von Karl Marx.<br \/>\nVorbei an der Porta Nigra geht es weiter zum Bahnhof. Hier nehmen wir den Zug nach \u00dcrzig. An einem kleinen, etwas heruntergekommenen und einsamen Bahnhof steigen wir aus. Die Schilder &#8222;Zugang Moselsteig&#8220; weisen uns den Weg. Nach 1 oder 2km biegen wir in ein Waldst\u00fcck ab. Inmitten hoher Buchen finden wir einen idealen Kohtenplatz: Weicher Laubboden, bestes Brennholz, ein kleiner Bach. Schnell ist die Kohte aufgebaut, das Feuer brennt und der Risotto wird zubereitet. Auch der kleine Bachlauf wird mit einer Holzrinne optimiert.<br \/>\nBei vielf\u00e4ltigen lokalen Weinen (Riesling und Karl-Marx-Sp\u00e4tburgunder) klingt der Abend aus. Von Ferne h\u00f6ren wir die Osterglocken l\u00e4uten. Trotz knarrender B\u00e4ume und zahlreichen anderen Ger\u00e4uschen aus dem dunklen Wald schlafen einige drau\u00dfen.<br \/>\n<em>Jens<\/em><\/p>\n<p><strong>Ostersonntag, 20.4.2014<\/strong><br \/>\nKaffee, Earl Grey Tee &#038; Pfefferminztee &#8211; mit der Eichenholzglut hatten wir das Nachtfeuer schnell wieder in Schwung gebracht. Auch Andi &#038; Zz waren entgegen anderslautender Ger\u00fcchte nicht von Zombies angefressen, und konnten sich daher auch am ausf\u00fchrlichen Fr\u00fchst\u00fcck, wieder mit Premium-M\u00fcsli, beteiligen. \u00dcber unseren Aqu\u00e4dukt am Bach ging es dann durch den Wald den Berg hinauf zum Aussichtspunkt, an dem wir, wie von Basti gew\u00fcnscht, das (zweite) Fr\u00fchst\u00fcck einnehmen wollten. Ich sag auf dem Weg zum ersten Mal in meinem Leben ein frisch gerodetes Feld, das ein mutiger Bauer mitten im Wald angelegt hatte. Uns freute es, denn der neue Zuweg war frisch planiert. Noch ein paar Schritte durch den Eichenwald, dann lag die malerische Moselschleife unter uns. Im Modelleisenbahn-Blick hatten wir: Einige Frachtschiffe, ein paar Schieferdachd\u00f6rfer, eine Br\u00fccken-Baustelle zu einer ziemlich massiven Moseltalbr\u00fccke, Motorrad-Geknatter im Tal und das blaue Mosel-Band.<br \/>\nNach einem Acht-Personen-Nicht-Selfie trotteten wir durch weitere W\u00e4lder (Eiche \u00fcbrigens), und w\u00fcnschten uns eine Baumbestimmungs-App f\u00fcr die Feinbestimmung der Eichen.<br \/>\nWir beschlossen, durch Weinberge zum n\u00e4chsten Caf\u00e9 im Moseltal abzusteigen. Um den Kuchenkonsum etwas einzud\u00e4mmen, hielten wir kurz vor dem Dorf in einer Weinbergschleife ein Mittagessen ab (das erste dieser Fahrt?). Es gab entsprechend reichhaltige Auswahl. Satt gings zum Caf\u00e9, aber eine Sacher-Torte passt immer noch rein, und ein Radler auch. Von so viel Zivilisation ermattet hielten Mareike und ich kurz die H\u00e4nde in die Mosel, dann gingen wir den Weinberg wieder hoch. Die Premium-Fraktion direkt senkrecht hoch, die Fu\u00dfkranken in Auto-Schleifen. Am n\u00e4chsten Mosel-Tal-Aussichtspunkt sahen wir die n\u00e4chste Moselschleife.<br \/>\nLagerplatzsuche: Das wurde schwierig, da alle Brunnen abgesperrt waren, und die Wiesen keinen Moselblick aufwiesen, daf\u00fcr Stra\u00dfenl\u00e4rm. Da \u00fcberzeugte\/\u00fcberredete ich die anderen, noch ins Tal abzusteigen. Dort gab es dann zwar Wasser, aber es war recht sumpfig und steil. Zum Gl\u00fcck fanden Andi und ich bachaufw\u00e4rts eine Einbuchtung am Hang am Ende eines aufgelassenen Weges. Premium, aber etwas schief, und zu klein f\u00fcr eine Kohte. Macht nichts, es regnet eh nicht (laut Wetter-Fee-App von Marc). Mit Mareikes Feuerschale (Modell Penner) war ein Eichen-\/Buchenfeuer schnell entfacht. Ich monierte allerdings, dass die Eichen etwas morsch waren. Brannten trotzdem.<br \/>\nZz fand in der N\u00e4he ein Wasserfallbecken, an dem man besonders leicht die T\u00f6pfe mit Wasser f\u00fcllen konnte, wenn man den Weg dorthin unter mehreren Baumst\u00e4mmen durch geschafft hatte. Zz &#038; Jens kochten Premium-Tortellini (aber Jens Beitrag bestand im Abgie\u00dfen, was aber Basti sehr beeindruckte). Wir schafften fast den gesamten 8-Litertopf leerzuessen. Ein K\u00e4uzchen unterhielt sich l\u00e4nger (mit) uns, wobei es auf Andis Lockschreie besonders ansprang. Da sangen wir lieber ein paar Lieder, in die das K\u00e4uzchenschreien passt, wie den Piet, Fronleichnam und &#8222;Dat du min Levsten b\u00fcst&#8220;. Passend kredenzten wir den &#8222;Abt&#8220;-Wein aus dem Ahrtol.<br \/>\nDa fing es an zu regnen. Als Mareike im Wald verschwunden war. Was aber, wie sich herausstellte, nichts miteinander zu tun hatte. Leichte Panik machte sich breit, au\u00dfer bei dem &#8222;\u00dcber-Premium&#8220; Pfadi Jens, der uns verk\u00fcndete, dass dies ein vereinzelter Schauer sei. Was es auch war, bald blinkte wieder der &#8222;gro\u00dfe Wagen&#8220; durch das Bl\u00e4tterdach.<br \/>\nNachdem auch unsere zwei Wein-St\u00f6cke langsam zu Glut geworden waren, krochen wir einer nach dem anderen in die Schlafs\u00e4cke, an mehr oder weniger geraden Teil-Abschnitten des Platzes (Andi wie immer am Au\u00dfenplatz, zur Begr\u00fc\u00dfung etwaiger Gruselgestalten).<br \/>\n<em>Balli<\/em><\/p>\n<p><strong>Ostermontag, 21.4.2014<\/strong><br \/>\nDie Sonne schien und ich (Paloma) \u00f6ffnete meine Augen. Der Premium-Schlafplatz war noch sch\u00f6ner anzusehen wie abends, ich drehte mich dann um und schlief weiter, weil alle noch so tief und fest am schlafen waren. Als ich das n\u00e4chste Mal aufwachte, stellte ich fest, dass es schon halb zehn war, Mareike war weg und Basti lachte (wie immer). Wir sch\u00e4lten uns alle aus dem Schlafsack und machten uns bereit um Feuer zu machen und Wasser zu holen. Mareike tauchte dann auch wieder auf und erz\u00e4hlte dann, wie sch\u00f6n es unten am Bach, mit den Ablagestellen f\u00fcr die Waschutensilien, war.<br \/>\nNachdem das Feuer brannte, Kaffee und zwei Sorten Tee fertig waren, fingen wir an ausgiebig in Premium-Qualit\u00e4t zu fr\u00fchst\u00fccken. Tapfer a\u00dfen wir die leckeren Tortellini vom Vorabend auf. Zum Fr\u00fchst\u00fccksnachtisch gab es wei\u00dfe Ostereierschokolade.<br \/>\nAls wir mit dem ausgiebigen Brunchfr\u00fchst\u00fcck fertig waren, packten wir unsere Sachen und sattelten uns zum weiterwandern. Die erste Etappe war querfeldein: durch den Wald den Berg hoch Richtung Stra\u00dfe. Von dort aus liefen wir Richtung &#8222;Bengel&#8220;, um dort den Zug Richtung Trier zu nehmen. Wir liefen ca. 2km nach unten, um einen H\u00f6henunterschied von 250m zu \u00fcberwinden. Dies ging logischerweise stark in die Beine. Paloma humpelte die ganze Zeit hinten und l\u00f6ste damit Mareike in der Position ab. Die ganze Gruppe wartete schon unten im Ort &#8222;Bengel&#8220;, als die humpelnde Paloma mit Marc endlich auch ankam. Den geplanten Zug nach Trier hatten wir verpasst, somit legten wir uns einfach mitten auf eine sch\u00f6ne Blumenwiese und sonnten uns ein wenig und a\u00dfen mal wieder Schokolade.<br \/>\nUm 13:46 Uhr nahmen wir dann den Zug nach Trier und stiegen dort in den Zug nach Wiltingen. W\u00e4hrend der Zugfahrt fing es auch an zu regnen, aber nur kurz.<br \/>\nAls wir aus dem Zug ausgestiegen waren, liefen wir schnurrstracks zum roten VW-Bus von Jens. Alle packten ihr Essen aus den Rucks\u00e4cken aus und packten es in einen Korb. Komischerweise war der Korb genauso voll gef\u00fcllt, wie wo wir losgelaufen sind. Hatten wir \u00fcberhaupt etwas gegessen?<br \/>\nNaja, alle Rucks\u00e4cke ins Auto plus alle stinkenden Pfadis und los ging&#8217;s Richtung Heimat = Karlsruhe. Nach einer sehr kurzen Fahrt mit dem roten VW Bus hielten wir an, um eine zweite Fr\u00fchst\u00fcckspause einzulegen. Das geeignete Pl\u00e4tzchen wurde schnell gefunden, es lag direkt an der Saar auf einem Damm. Somit wurde das viele Essen aus dem Korb doch noch vernichtet. Nach dem Essen nochmal alle schnell aufs Klo oder eher nochmal ab in den Busch und dann husch, husch, ab in den VW Bus und los Richtung Heimat.<br \/>\nW\u00e4hrend der Fahrt zur\u00fcck hat Mareike alle Ausgaben zusammen gerechnet und durch acht Pfadfinder wieder geteilt. Alle haben gleich vor Ort (im roten VW-Bus) bezahlt und somit ist unsere &#8222;Premium-Fahrt&#8220; fast am Ende.<br \/>\nCa. 18 Uhr, leider sind wir noch nicht da, sind bei Pirmasens (B10) in einem Stau gelandet. Alle sind hundem\u00fcde, aber m\u00fcssen wohl oder \u00fcbel noch durchhalten.<br \/>\n<em>Paloma<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wandern am Moselsteig Der folgende Text sind Abschriften aus dem Fahrtenbuch dieser Fahrt. Die jeweiligen Autoren stehen kursiv unter dem von ihnen geschriebenen Text. Fotos folgen noch! Karfreitag, 18.4.2014 5 Silberburger, 4 Antaresianer, 1 Pfadfinder-auf-Probe, 5 Jungs, 3 M\u00e4dels und 2 Gitarren &#8211; 8 Leute also, die gemeinsam auf Fahrt gehen wollten. 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