{"id":462,"date":"2018-05-07T18:40:00","date_gmt":"2018-05-07T18:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kekex.de\/blog\/?p=462"},"modified":"2018-05-07T18:40:00","modified_gmt":"2018-05-07T18:40:00","slug":"462","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kekex.de\/blog\/2018\/05\/462\/","title":{"rendered":"Zugfahrt nach Xingping und mein Chinesischtest"},"content":{"rendered":"<p>Von der Gem\u00fctlichkeit in Nanjing haben wir uns schlie\u00dflich wieder getrennt und uns mit frisch gewaschener W\u00e4sche (Danke Jule!) und weiteren Mitteln gegen Magen-Darm Beschwerden (ein \u00dcberbleibsel des letzten Abends in Kambodscha) wieder auf den Weg gemacht.<\/p>\n<p>Per Flugzeug ging es von Nanjing nach Guilin (gen S\u00fcden), diesmal mit einer Airline, die ich vorher nicht kannte und mir auch nicht geschafft habe zu merken \ud83d\ude00 War aber ok. In Guilin lie\u00dfen wir uns dann vom Taxi zum Nordbahnhof von Guilin bringen. <\/p>\n<p>Zugfahren ist in China ja nicht ganz so trivial wie in Deutschland. Oder vielleicht ist es auch in Deutschland nicht trivial&#8230; jedenfalls anders! Zum einen sind die Bahnh\u00f6fe erstmal sehr gut abgesichert. Es kommt nicht jeder in den Bahnhof rein und schon garnicht ans Gleis. Tickets kauft man in einem Extra-Bereich, der keine Verbindung zum Rest hat. Es gibt zig Schalter und wir wussten erstmal nicht so recht, wo man hin muss. Eine Dame am Info-Schalter verwies uns dann an einen bestimmten Schalter, wo wir erstmal ein wenig anstehen mussten. Die Zeit reichte, um mit Google Translate zu \u00fcbersetzen, dass wir am &#8222;Military Priority&#8220; Schalter stehen &#8211; vmtl weil man hier das beste Englisch spricht \ud83d\ude42 Das Ticket wird nur gegen Vorlage des Reisepasses ausgestellt (ob das ein Ausl\u00e4nderding ist oder nicht wei\u00df ich nicht). Die Reisepassnr. wird schlie\u00dflich sogar teilweise auf das Ticket gedruckt. Allerdings schafften es nur unsere Vornamen auf das Ticket, statt der Nachnamen, die da eigentlich hinsollten. <\/p>\n<p>Google Translate funktioniert in China gl\u00fccklicherweise: man macht den Kamera Modus an und wenn man nicht zu doll wackelt, bekommt man eine &#8222;in-place real-time&#8220; \u00dcbersetzung geliefert, mal besser, mal schlechter. Die zweite M\u00f6glichkeit: ein Foto machen und dann daraus Teile \u00fcbersetzen lassen funktioniert leider nicht mit chinesischen Internet, da ist es gesperrt. Und f\u00fcr VPN hatten wir keine Lust Geld auszugeben, f\u00fcr die meisten Sachen gibt es ja auch chinesische Alternativ-Apps.<\/p>\n<p>Mit den Tickets ausgestattet erhielten wir schlie\u00dflich Zugang zum Bahnhof, das Gep\u00e4ck wurde sicherheitshalber durchleuchtet (Standardprozedur) und wir konnten weiter in die gro\u00dfe Wartehalle. Auch das ist f\u00fcr China typisch, es warten alle gemeinsam in einer riesigen Wartehalle (oder je nach Gr\u00f6\u00dfe des Bahnhofs gibt es mehrere riesige Wartehallen. Auf einer Anzeigetafel muss man dann die Ank\u00fcndigung seines Zuges abwarten, erst dann darf man nochmals mit Ticketkontrolle durch Drehkreuze zum Gleis laufen. Wer jetzt erwartet, dass es nur ein Gleis gibt, hat gefehlt &#8211; es gibt durchaus mehrere, man sollte also zum richtigen laufen! Lesen konnten wir die Anzeigetafel nur zum Teil. Ein Gl\u00fcck sind die Zugnummern in arabischen Ziffern und die Statusanzeige wechselte stets nicht nur die chinesischen Zeichen, sondern wurde auch gr\u00fcn, wenn man aufs Gleis konnte. Schlecht vermutlich nur f\u00fcr Farbenblinde, die Standardfarbe ist rot und wenn die dann auf gr\u00fcn wechselt&#8230;<\/p>\n<p><center><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kekex.de\/oldblog\/pics\/2018\/20180507_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kekex.de\/oldblog\/pics\/2018\/sml_20180507_01.jpg\" \/><\/a><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p>Da es nur noch ein Sitzplatzticket gab, hatten uns die Dame am Ticketschalter diesen letzten Sitzplatz und dazu einen Stehplatz verkauft. Felix hat sich aber nicht in seinem Wagon hingestellt, sondern ist in meinen Wagen mitgekommen. Links im Wagon sind zwei Sitzplatze, rechts drei nebeneinander. Ich hatte den linken Gangplatz. Die Dame am Fenster &#8222;st\u00fcrzte&#8220; sich gleich auf mich. Die Zugfahrt an sich war nicht lang, irgendwas zwischen 20 und 30min, aber ich wurde die ganze Zeit von meiner Nachbarin auf chinesisch zugetextet. Es w\u00e4re mit Sicherheit sehr interessant gewesen, wenn ich etwas mehr chinesisch gekonnt h\u00e4tte. Sie hatte unz\u00e4hlige Fragen. Und immer, wenn ich ein Wort nicht wusste, hat sie es leider nicht einfacher und langsamer gesagt, sondern in noch mehr S\u00e4tze mit noch mehr W\u00f6rtern verpackt und das ganze super schnell abgespult! Jaaaa&#8230; &#8222;Bu dong&#8220; musste ich dann leider recht h\u00e4ufig sagen. Immerhin konnte ich ihr erz\u00e4hlen, dass ich aus Deutschland bin, dass ich Mathematik studiere (ist doch einfacher zu erkl\u00e4ren, als die Realit\u00e4t &#8211; die Mathematik Vokabel musste ich aber nachschauen)\u00a0und wo es f\u00fcr uns so noch hingeht. Namen haben wir noch ausgetauscht und dann war ich mit meinem Latein (Chinesisch :-D) dann aber auch am Ende.<\/p>\n<p>Ich bin ja gerade noch dabei meine Chinesisch-Vokabeln mit einer Lern-App wieder aufzufrischen und bin dabei auch immer mal wieder beeindruckt, was ich mal alles wusste. Aber ist halt doch ein Weilchen her&#8230; Im Vergleich mit anderen Ausl\u00e4ndern halte ich mich aber wacker!!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Gem\u00fctlichkeit in Nanjing haben wir uns schlie\u00dflich wieder getrennt und uns mit frisch gewaschener W\u00e4sche (Danke Jule!) und weiteren Mitteln gegen Magen-Darm Beschwerden (ein \u00dcberbleibsel des letzten Abends in Kambodscha) wieder auf den Weg gemacht. 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