{"id":586,"date":"2019-05-20T20:10:25","date_gmt":"2019-05-20T18:10:25","guid":{"rendered":"https:\/\/kekex.de\/blog\/?p=586"},"modified":"2019-05-25T06:13:06","modified_gmt":"2019-05-25T04:13:06","slug":"limoday-schnellste-reise-nach-trinco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kekex.de\/blog\/2019\/05\/limoday-schnellste-reise-nach-trinco\/","title":{"rendered":"Limoday &#038; schnellste Reise nach Trinco"},"content":{"rendered":"\n<p>Der bislang vielleicht abgefahrenste Tag in Sri Lanka. Nachdem der Hostelbesitzer ja schon Werbung mit unserer Lampionbastelaktion gemacht hatte, hatte er die neue Idee, uns bei einer Familien\/Nachbarnaktion zum Vesak-Fest mitmachen zu lassen. Nach einem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck haben wir also schonmal gepackt und dann auf ihn gewartet. Er hat uns dann mit dem Auto die 100m die Seitenstra\u00dfe runtergenommen, zu einem Kiosk\/Restaurant von Freunden. Dort durften wir rein ins Haus und bekamen unsere erste Aufgabe: schneiden und auspressen von (gr\u00fcnen!) Orangen und Limetten. Schneiden mit dem Messer, auspressen mit der Hand \ud83d\ude42&nbsp; Ja, H\u00e4nde vorher gewaschen \ud83d\ude1b<\/p>\n\n\n\n<p>Das hat doch eine ganze Zeit gedauert, anfangs habe ich noch mit der kleinen Machete die Fr\u00fcchte gezweiteilt und Mareen hat gepresst, schlie\u00dflich hat einer der anderen die Fr\u00fcchte geteilt und Mareen, Felix UND ich haben die Fr\u00fcchte ausgepresst. Danach hie\u00df es etwas warten, unser Host war noch Eis holen mit dem Kleinlaster. Derweil lernten wir die T\u00f6chter der Familie(n?) kennen: Dawinnie, Whatmikki und XYZ (die Namen frei nach Aussprache geschrieben). Die M\u00e4dels (10, 12 und 15)&nbsp; waren voll auf Zack, wollten sich mit uns unterhalten und nebenbei alles saubermachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eism\u00e4nner kamen zur\u00fcck und dann wurde vor dem Gesch\u00e4ft, direkt an der Stra\u00dfe erstmal der Stand aufgebaut. Ein Pavillon, wie wir ihn auch kennen aus Metallstangen zusammenstecken, rote H\u00fclle dr\u00fcber, hochstemmen. Darunter zwei Tische und jetzt kam das interessante: ein blaues Plastikfass &#8211; quasi die Mischsch\u00fcssel f\u00fcr die Limonade (vmtl nicht Gesundheitsamtpr\u00fcff\u00e4hig). Hier kam zuerst eine d\u00fcnne Eisplatte rein, die wurde zerhauen und mit ein paar Kilo Zucker und zwei T\u00fcten Salz verfeinert. Dann wurde das ganze mit Wasser aufgef\u00fcllt, dass die M\u00e4nner in Eimern beim Laden gegen\u00fcber holten (die Limonade ist ja ein Nachbarschaftsunternehmen). Oberhoheit \u00fcber das eigentliche mixen hatte \u00fcbrigens die Altherrenfraktion. Die Idee dann aber das restliche Eis am St\u00fcck in das schon recht volle Limofass zu geben, kam von der Generation eins drunter \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht so praktisch wie alle feststellen mussten \ud83d\ude00 Aber man hat ja eine kleine Machete, hackt man damit halt das \u00fcbersch\u00fcssige Eis klein und nimmt es raus. Als n\u00e4chstes kam unser gepresster Saft rein. Dieser wurde \u00fcber ein (sehr grobmaschiges :-D) Sieb gegeben, um die Kerne rauszusieben &#8211; sagen wir mal teilweise erfolgreich. Da man recht ausgefuchst ist, wurde die Limonade danach noch mit Farbzus\u00e4tzen und Aromen genau abgeschmeckt. Als finishing touch wurden ein einer speziellen Weise schlie\u00dflich noch Kerne der Passion Fruit hinzugef\u00fcgt &#8211; fertig ist das ganze.<\/p>\n\n\n\n<p>Derweil hatten die M\u00e4dels runde, silberne Tabletts, zwei Waschsch\u00fcsseln und Plastik-Trinkbecher auf den Tischen verteilt. Alle Becher wurden einmal durchgesp\u00fclt und dann konnte die Chose beginnen! <\/p>\n\n\n\n<p>Der Stand war direkt an einer Hauptdurchfahrtsstra\u00dfe und das Ziel klar: zum Vesak-Fest kostenlos Limonade verteilen. Das ganze geht so: um darauf aufmerksam zu machen, stellt sich eine Person mit einer gelben Fahne an den Stra\u00dfenrand (ob die Farbe relevant ist, habe ich nicht rausfinden k\u00f6nnen). Die Autos halten entweder direkt auf der Stra\u00dfe oder aber auf dem Seitenstreifen vor oder nach dem Stand an. Dann eilt man mit einem der Tabletts voll mit Limonadebechern hinzu und jeder darf sich einen (oder zwei :-)) nehmen. Ich hab mit den M\u00e4dels erstmal die Becherf\u00fcllung \u00fcbernommen, Mareen und Felix und ein paar der M\u00e4nner haben das Verteilen \u00fcbernommen. Da bildet sich schnell mal ein Stau, denn soviel Platz zum drumherum fahren, wenn der eine oder andere noch halb auf der Stra\u00dfe stehend anh\u00e4lt, ist nicht <strong>grins<\/strong> Aber ob Tuktuk, Kleinbus, Motorrad oder &#8222;Bonzenauto&#8220;, alle wurden bedient (nur die gro\u00dfen Busse, die fuhren nur vorbei). Man trinkt dann vor Ort seine Limonade und gibt die Becher wieder zur\u00fcck, die am Stand im Wasserbad durchgesp\u00fclt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein M\u00f6nch kam auch bald vorbei und bekam einen Ehrensitzplatz hinter unserem Tisch. Cooler war ein etwas j\u00fcngerer M\u00f6nch, der sp\u00e4ter dazu kam und auch direkt beim Limonade in Becher f\u00fcllen half. Das hatte ich tats\u00e4chlich nicht erwartet, dass ich mal in Sri Lanka an einem Limonadenstand zum Vesakfest stehe und mit einem M\u00f6nch zusammen (und coolen quirrligen M\u00e4dels) Limonade ausgebe. \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Die ganz gewitzten Leute kamen \u00fcbrigens direkt mit ihren leeren Wasserflaschen und lie\u00dfen sich die mit Limonade f\u00fcllen. Deutsch w\u00e4re hierbei wohl gewesen nur soviel wie in einen Becher passt in die Flasche zu f\u00fcllen. Doch hier ist man gro\u00dfz\u00fcgig und f\u00fcllt die Flasche stets voll, egal wie gro\u00df diese ist! <\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter hab ich mich dann auch beim verteilen beteiligt. Alles ging immer schnell-schnell. Wenn ein neues Gef\u00e4hrt anhielt, war das Ziel stets, die Leute z\u00fcgig zu bedienen. Und haben die Leute teilweise gestaunt, dass wir Ausl\u00e4nder hier mitmachen. Und sich in der Regel auch mega gefreut. Da macht das ganze gleich doppelt Spa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Von der ganzen Aktion hat unser Host nat\u00fcrlich Fotos am laufenden Band gemacht. Richtig interessant wurde es dann aber, als auf einmal zwei Menschen mit Videokameras auftauchten &#8211; das Fernsehen! Eine Videokamera war eher so eine kleine Urlaubskamera, die andere etwas gr\u00f6\u00dfer und mit externem Mikro. Besonders von unserem Star am Limonaden-Verteilhimmel Mareen waren sie angetan, folgten ihr von Auto zu Auto und filmten die Verteilaktion auch mit Felix und mir. Mareen durfte auch ein Interview geben, das allerdings doch etwas geskriptet war. <\/p>\n\n\n\n<p>Unn\u00f6tig zu sagen, dass unser Host ausflippte vor Begeisterung \ud83d\ude00 (ob er das Fernsehen informiert hat oder die einfach so kamen wissen wir nicht).<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir auch die zweite Fassf\u00fcllung schon zur H\u00e4lfte geleert hatten, seilten wir uns aber ab, denn wir wollten am heutigen Tage noch weiterreisen und von den Bussen wei\u00df man nur die ungef\u00e4hre Taktung, nie wann sie genau kommen und wie lange man daher warten muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Host fuhr uns dann mit seinem Kleinwagen (ein Hybrid!) in die Stadt zur Bushaltestelle und Profis die wir inzwischen sind ersp\u00e4hten wir nach einer Viertelstunde schon unseren Bus nach Trincomalee. Nat\u00fcrlich wieder ein blauer Expressbus.<\/p>\n\n\n\n<p>Und los ging die Teufelsfahrt!<\/p>\n\n\n\n<p>Es war wieder ein offener gro\u00dfer Bus. Allerdings hatte der Fahrer wohl lebensm\u00fcde oder so \u00e4hnlich. Ich sa\u00df am Anfang auf den Treppen der T\u00fcr, verglichen mit der letzten Fahrt waren da aber einige km\/h mehr auf dem Tacho. Das zeichnete sich vorallem in Kurven aus, der Bus muss immer mal wieder einiges an Schr\u00e4glage zu verzeichnen gehabt haben. Von den \u00dcberholman\u00f6vern habe ich selbst wenig gesehen, die Schnappatmung einiger Mitfahrer verriet aber doch so einiges, genauso wie der an die Busfahrt anschlie\u00dfende Aussage &#8222;Nie mehr Expressbus&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin konnten wir mit dem Bus \u00fcber Trinco hinaus bis nach Nilaveli (n\u00f6rdlich von Trinco) mitfahren und mussten kein extra Tuktuk anheuern, auch wenn der &#8222;Schaffner&#8220; uns daf\u00fcr nochmal ein paar Rupien extra abkn\u00fcpfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 10min einen Abzweig der Hauptstra\u00dfe Richtung Strand waren wir dann da, im sch\u00f6nen italienisch-singhalesisch gef\u00fchrte Bella Hostel, mit gr\u00fcnem Pool und in Spuckweite zum Strand. Insgesamt megasch\u00f6n, mit eigenem Gem\u00fcsegarten und echten Haustieren: Kraul-mich-Hunde Bella und Peter, Kraul-mich-Katzen Mascha und &#8222;Mama mit Jungen&#8220; und Duck-mich-weg Fr\u00f6sche. Einfach genie\u00dfen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der bislang vielleicht abgefahrenste Tag in Sri Lanka. Nachdem der Hostelbesitzer ja schon Werbung mit unserer Lampionbastelaktion gemacht hatte, hatte er die neue Idee, uns bei einer Familien\/Nachbarnaktion zum Vesak-Fest mitmachen zu lassen. Nach einem gem\u00fctlichen Fr\u00fchst\u00fcck haben wir also schonmal gepackt und dann auf ihn gewartet. 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