Happy New Year!

Ganz detaillgetreu wird dieses Mal mein Bericht nicht ausfallen, vorallem nicht tagesgenau. Ohne lange Rede…

Nachdem wir uns an Silvester bis Mitternacht mit magerem BBQ am Hostel (das Fleisch war alle bis wir kamen) wachgehalten hatten, sind wir dem Geheimtipp „Hagley Park“ für den Jahreswechsel gefolgt. In Begleitung unseres Hostelmenschen und irgendwelcher Menschen, die wir auf dem Weg aufgegabelt hatten kamen wir rechtzeitig zu den ersten Knallern am Ort des Geschehens an. Der erste Hund ergriff auch gleich die Flucht, die Leine und das Frauchen hinterher. Das Feuerwerk selbst ist nicht erwähnenswert, danke Waldbronn, das Kurparkfest hat echt ein geniales und langes Feuerwerk! 😉

Earthquake-Christchurch

Tatsächlich die Stadt der Kirchen, soviele Kirchen habe ich schon lange nicht mehr an einem Stück gesehen. Dabei
wurde uns Christchurch tatsächlich vielmehr aufgrund einer anderen Eigenschaft bekannt. Durch seine
einsturzgefährdeten Gebäude, die Red Zone, die den Kern der Innenstadt einschließt und jedem verbietet, dort die
Gebäude zu betreten und die vielen, vielen Parkplätze in der Stadt, die doch eigentlich mal Stätten größerer
Gebäude waren, die bereits abgerissen wurden.

Schließlich ist die Stadt noch als Abholort unseres Campers in unserer Erinnerung – das erste Mal im Urlaub
wieder links fahren, die erste Etappe durch eine äußerst bergige Gegend mit Austesten der Kupplung, des
befahrbaren Gefälles (rückwärts bergauf um die Kurve…), die Strapazierfähigkeit der Fahrer und Mitfahrer
(während in allen Richtungen Autos warten und aus der einzig freien Richtung schließlich noch ein Opa auf seinem
fahrbaren Rollstuhluntersatz angetuckert kommt :-)). Es funktioniert alles (bis auf die leckende Wasserpumpe)
und im neuen Jahr gehts los mit der Reise!

Frankfurt Airport Curfew

Das Flugzeug steht am Terminal – du verlässt das Flugzeug – die Stewardessen stehen zur Verabschiedung parat –
ein freundliches „See you soon“ ist zu hören – moment, WAS?

Der Flugplan: Felix und ich starten von Frankfurt aus, fliegen nach Singapore. Jule und David starten etwas
früher von Berlin aus nach London, von dort aus fliegen sie in einem A380 nach Sydney mit einem technischen
Zwischenstopp in Singapore. Wer gut aufgepasst hat, kann sich den nächsten Schritt denken: Felix und ich steigen
in Singapore in Jule und Davids A380 und gemeinsam gehts weiter nach Sydney, dort noch ein letztes Mal umsteigen
nach Christchurch.

Gut mitgekommen? Alles verstanden?

Dann wirf alles über den Haufen. Denn der Plan ging bereits zum frühes möglichen Zeitpunkt schief: in Frankfurt!
So ein Flugzeug will ja bekanntlich betankt werden. Das geht aber nicht so schnell. Wir durften derweil schonmal
boarden: Reihe 71, ein der wenigen 2er Außenreihen (da die Boeing747 nach hinten schmaler wird). Die Betankung
dauerte an. Immerhin, das Entertainment-System funktionierte schon. Also durchgeschaut, komplettes Menü
durchgegangen. Aufgrund der Wartezeit schonmal eine TopGear-Folge zum anschauen herausgesucht: Dauer 1h. Zu
Felix gewitzelt „Wetten, die kann ich noch komplett am Boden schauen?“

Wette gewonnen. Zu schade. Die ursprüngliche Abflugzeit wäre 22:15 Uhr gewesen. Wie schnell man mit Wartezeit
aufgrund von Betankungsproblemen an die 23 Uhr Flugverbotsgrenze herankommt, könnt ihr euch sicherlich gut
vorstellen. Doch dann gegen 23:05 Uhr – das Flugzeug wird zurück gesetzt – los gehts!

Ich hab TopGear weitergeschaut, ca 10min später ein Blick aus dem Fenster… wir nähern uns dem Terminal!
??? Herzlichen Glückwunsch vom Tower, wir sind schon über die Zeitgrenze hinaus, wir dürfen nicht mehr starten.
Noch etwas weiter warten, während gefragt wird, ob wir noch eine Sondergenehmigung kriegen, hieß es dann doch:
wieder aussteigen und am nächsten Morgen als erster starten.

Gate D5 bis Gate D8 heißt demnach für heute Abend unser Zuhause, wer schlafen will, schläft auf den bequemen
Sitzen (…), die Raucher dürfen ihrer Last nicht frönen, da wir nicht mehr reinkommen würden, wenn wir
rausgehen (Security ist nicht mehr da) und der Mensch im einzigen noch (wieder) offenen Laden mit Essen &
Trinken macht gerade das Geschäft seines Lebens.

Nachtrag: Wer stand bereits um 4:55 Uhr am Beginn der Startbahn mit laufenden Motoren? Und um Punkt 5 Uhr… der
erste Flieger am Tag!

End of Decembre


Jaaa, so sah der Institutsflur vergangenen Freitag aus – ein schöner Anblick, oder? Allerdings natürlich nur dann so schön, wenn man ihm den Rücken kehren darf, um in den Urlaub zu gehen…

Doch so schnell waren wir noch nicht im Urlaub, erstmal galt es ein wenig zur Ruhe zu kommen, viel glattes Papier mit Knicken und Tesastreifen zu versehen, viel geknicktes Papier in kleine Bällchen zu verwandeln und, natürlich, viiiiiel leckeres zu essen!
Und so feierten wir Weihnachten mit drei verschiedenen Bäumen und wechselnder Gesellschaft, einmal LED als Weihnachtslichter (leider ohne Foto), einmal normale Lichter und einmal die ganz usprüngliche Variante: mit Kerzen. Man mag sie garnicht vergleichen…




Nun sind alle Geschenke verstaut, der Balkon aufgeräumt, die Koffer gepackt und die weihnachtliche Schokolade fällt derzeit der Vernichtung anheim. We’re as ready as can be! Noch einmal schlafen und daaaaann… ab demnächst könnt ihr hier hoffentlich mehr über unsere kleine Reise auf die andere Hälfte des Globus lesen.