15.Juni: Zion Nationalpark

Soooo, endlich mal ein voller Tag am selben Platz (zumindest das Zelt): Zeit für große Taten!

Roland und Jan waren bereits am viel zu frühen Morgen aufgebrochen um auf Angels Landing zu wandern/klettern. Bei der großen Hitze des Vortages waren wir dann doch eher angetan, den Tag mit soviel kühlem Wasser wie möglich zu verbringen. Am oberen Ende des Zion Nationalparks, am Ende des „River Walks“ (ein Wanderweg, der sogar für Rollstuhlfahrer befahrbar ist) gibt es einen Fluß (glaub Virgin River), der durch einen langen Canyon hindurch in Nord-Süd Richtung fließt. Man kann sich sogar (gegen ein Entgelt) zum oberen Ende bringen lassen und dann mit einer Übernachtung im Canyon den Fluß bis zum Ende des River Walks wandern. Soooviel Zeiten hatten wir ja nun leider nicht. Aber man darf so 4h lang in den Canyon hineinlaufen, bis man zu dem Punkt kommt, ab dem eine Genehmigung vonnöten ist.

Wir haben uns also vorher im Ort äußerst robuste Neoprenschuhe plus Wanderstock plus 1 wasserfester Rucksack ausgeliehen. Mit dieser Ausrüstung am Körper hieß es dann erstmal eine halbe Stunde Bus fahren, hoch zum River Walk, ohne Klimaanlage natürlich.
Am Anfang waren es noch recht viele Menschen die versucht haben (ohne Spezialausrüstung) den Fluß hochzuwaten, je weiter wir kamen (und wir kamen sehr zügig voran) desto weniger wurden es. Insgesamt haben wir nur Leute überholt. Schneller als wir, war keiner!

Zu anfang war der Fluß auch noch schön seicht, es war jedoch die ganze Zeit über kompliziert, weil man nicht beim laufen über die Steine umknicken durfte. Ab und an hat auch die Strömung schön mitgespielt und einen gut ins Wanken gebracht!

Die ganze Tour war einfach nur saugeil. Jeden Schritt den man getan hat, musste man genau planen. Den Weg den man generellt beschreiten wollte, noch genauer: dafür waren die Stöcke gut. Mit ihnen konnte man sich, ähnlich vermute ich wie ein Blinder, den Weg ertasten. Jetzt natürlich nicht, ob da große oder kleine Steine waren, sondern um die Tiefe zu testen! Wer falsch lief, der hat schonmal den werten Hintern in Wasser halten dürfen! Und das waren (zumindest zu anfang) noch erstaunlich viele!! \*g\*

Nicht allzuweit vor dem Umkehrpunkt gibt es dann einen Seitencanyon. Neugier war natürlich groß, also musste ich ausprobieren, ob man da reinkommt. Nur was man auf dem Foto hier jetzt so schön NICHT sieht, ist dass die Stelle, vor der Jan und ich stehen, 1m tiefes Wasser ist! Und man kam ausnahmsweise mal nirgends anders vorbei!

Aber gelohnt hat es sich. Der Seitencanyon war noch schmaler und am Rand wuchs viel mehr Grünzeugs. Bei den Bäumen ganz oben an der Kante konnte man Ratespiele spielen, welcher als nächstes dem Canyon geopfert wird (und wo man dann nicht mehr stehen möchte!).

Wir waren so ca. 5h unterwegs im Canyon und ich kann nur sagen: es hat sich gelohnt und zu heiß war es uns auch nicht 🙂

11.Juni: Page

Jaaja, wer hat schon jemals von Page gehört? Wir hatten Page zwar in unserer Reiseplanung drin, jedoch nur, weil die Fahrt vom Grand Canyon zum Bryce National Park sonst so lang gewesen wäre UND weil Page ein Motel6 hat 🙂 Am Ende des Artikels sollte uns jedoch jeder glauben, dass Page ein „muss“ auf solch einer Reise ist!

So waren wir aber schon mittags in Page und durften vor Ort dann erstmal feststellen, dass es durchaus mehrere Motels gibt! Welches wollen wir? Wie finden wir’s raus? Doch man weiß sich ja zu helfen, die Motels haben oft leichtsinnigerweise offenes Inet! Also eröffneten wir erstmal die Informationszentrale… im Auto! Was wir in Page noch tun könnten, war ja auch noch herauszufinden. Ein Prospekt war uns in die Hände gefallen: der Antilopen-Canyon wurde beworben. Was genau Antilopen mitten in der Wüste zu suchen haben, war mir nicht ganz klar, aber die abgebildeten Fotos sprachen Bände. Hinwill!

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Nachdem das Motel dingfest gemacht war, fuhren wir also los, zu deren Geschäftsstelle hin. Nach etwas warten ging dann unsere tour auch bald los: hinten auf den Sitzflächen eines kleinen Trucks mit riesigen Reifen. So etwas ruckelig auf den normalen Straßen. Viel abenteuerlicher war dann aber die eigentliche Fahrt zum Canyon: durch ein Flußbett, das hier in der Wüste natürlich nur komplett aus Sand besteht fuhr man uns zum Canyon.

Dort hieß es aussteigen und stets unserer lieben Führerin folgen. „My foto-friends, COME HERE. Stand here. Yes, right here. Now… hold up your cameras. Yes, everybody. Just like this and take a picture. And now turn it to here. Everybody, my foto-friends, right here.“ Eine sehr lustige kleine Frau, die aber viel erzählen konnte und natürlich die tollsten Fotostellen im Canyon in- und auswendig kannte.

Der Canyon ist sehr schmal und garnicht so lang. Im Nu waren wir auf der anderen Seite draußen… „let me take your picture my foto-friends“…

… und schon im Eiltempo wieder zurück. Obwohl es bereits nachmittags war (um 11 Uhr morgens soll die tollste Zeit sein) sahen wir tolle Bilder, die nur leider schwer mit der Kamera einzufangen sind.

Und als Abschluss dieses genialen Tages, hat uns dann Roland noch ins Steakhouse eingeladen! Er hat gemeint, wenn er schon nicht kochen kann, dann will er uns so was gutes tun und das fand ich doch mal glatt super-duper-nett!!! Und leeegga! Nur Felix fand die „nur pures Fleisch essen“ Technik nicht so atemberaubend. Gute Miene zum bösen Spiel, mein Lieber! 😉

10.Juni: Grand Canyon

„Boah! Das ist er also, der Grand Canyon.“ Wer auch immer bisher die Vorstellung hatte, das ist einfach nur ein großer gigantischer Canyon, der hat Recht, solang er sich dabei nicht eine hohe, steile, schmale Schlucht vorstellt!
DENN: der Grand Canyon ist zwar verdammt tief () aber sehr breit und da das ganze dann noch in Stufen runtergeht, erscheint einem das kleine Flüsschen da unten, das so ein bischen blau-grün schimmert, nicht mehr allzu groß.
Echt überrascht war ich von den Absperrungen am Rand. Es gab nämlich keine! Und das wo die Amis doch sonst soviel Wert auf Regeln und Vorschriften legen (damit sie hinterher iemand verklagen kann)…

Mit dem Auto hatten wir auf der Fahrt zum Campingplatz bereits ein paar Aussichtspunkte abgeklappert. Raaatet mal, wen wir auch hier wieder trafen: genau, Fabian & Co. Nicht zu glauben oder? Nagut, abgesehen davon, wenn man sich überlegt, wie wohl die Route von Deutschen aussehen würde, die sich Nationalparks in den USA anschauen… könnten sich ähneln. Könnten!

Beim Zelt aufbauen haben die andern wohl ein Reh verscheucht, was sich ein paar Bäume weiter niedergelassen hatte. Und während die Jungs ihren Job erledigt haben, hab ich im Auto noch was gedöst – wie es sich gehört!
Was wir uns dann aber nicht entgehen lassen wollten, war der Sonnenuntergang am Canyon. Und da waren wir beleibe nicht die einzigen! Ein Stückchen raus sind wir schon auf den Felsen geklettert und haben uns hingesetzt und die Abendsonne genossen.

Nur Jan hat sich noch weiter hinausgewagt auf eine Felsspitze die ein gutes Stück hinauslief (könnt ihr ihn erkennen? Das grüne T-Shirt rechts!). So richtig verrückt waren dann aber die Asiaten hier: nervös und zitternd sind sie einer nach dem andern auf diese Spitze hinausgewackelt und haben sich fotographieren lassen. Sobald der Auslöser betätigt war… gaaaanz schnell wieder in die sichere Region!

Schöne Fotos haben wir natürlich auch versucht hinzukriegen, nur war es da etwas schwierig auf der kleinen Plattform. Ob für den Fotographen oder die Fotographierten, jeder „Noch einen Schritt zurück“ – Satz kann fatal sein!

9. Juni: Monument Valley

1. Punkt auf dem heutigen Tagesplan war tatsächlich ein Punkt. Die Amis nennen das aber lieber ne Ecke. Ich wäre für „großer Punkt“. Schon ab und an mal von gehört, nun näherten wir uns ihm: dem „Four Corners“. Genau diese sagenhaften Stelle ist der einzige Ort in den USA an der 4 Staaten aneinandergrenzen: Arizona, Colorado, New Mexico und Utah.

Bis hierher:

ist noch alles recht günstig. Man kann dort stehen, das Schild fotographieren und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Wer aber sich noch mehr diesem sagenhaften Ort nähern möchte, der darf an der Indianerkasse vorbei. 3$ bitteschön! Pro Kopf natürlich.
A biserl übertrieben vielleicht? Ja, auch meine Meinung. Aber nu bin ich schonmal da und will auch näher ran!

So toll sieht das dann aus, es gibt übrigens sogar ein kleines Hochsitzplateau auf das man raufkann (kostenlos!), um sich fotographieren zu lassen.

Nach diesem spannenden Abstecher gings gleich weiter Richtung Monument Valley. Über einsame Straßen an Geisterstädten vorbei tauchte es dann irgendwann am Horizont auf.

Das Monument Valley ist übrigens mal zur Abwechslung kein Nationalpark. Er liegt im Indianer-Gebiet und wird von denen verwaltet. Wir hatte geplant bei denen aufm Campingplatz zu nächtige, doch irgendwie fanden wir diesen nicht. Die Touristeninformation gerade renoviert und so mussten wir unsere Information aus dem Souvenirladen holen. Die verwies uns auf ein kleines Fleckchen roten Sand mit ein paar Dixie-klos daneben. Die wollen uns wohl veräppeln?! Kein Baum, kein Strauch, kein Wasser (!) nur eine Fläche mit Löchern und rotem Sand für alle. Da sind wir doch lieber wieder ein Stückchen rausgefahren und haben den teureren Campingplatz genommen. Immerhin von hier aus hatte man eine sehr schöne Aussicht und sogar einen Pool 🙂

Um sich das Monument Valley genauer anzuschauen gibt es 3 Möglichkeiten: man macht eine Pferdetour mit (Geld bitte am Anfang beim Indianer abgeben), man fährt in einem Wackelbus eine Rundtour mit (Geld bitte zu Beginn der Tour beim Indianer abgeben) oooder man behauptet sein Auto hält schon einiges aus und dreht die Ehrenrunde mit dem eigenen Auto.

Wieso Otto-Normalverbraucher sich das nochmal überlegen sollte? Weil nicht jeder Jan mit im Auto hat, der sich die Riesenmühe macht, das Auto absolut vorsichtig über diese nette Straßen zu fahren:

Danke nochmals Jan!


Wir fuhren also den Rundweg durch die monumentale Landschaft und hielten immer mal wieder für Fotos an. Nun dürft ihr raten, was sich bei einem dieser Halte ereignete.

Ihr erinnert euch noch an Fabian + Mutter aus dem Arches NP? Dann wisst ihr wer äußerst geschwind im Auto an uns vorbeipreschen wollte und eine kurze Vollbremsung hinlegte (sie hatten ein Mietauto – das war deutlich robuster): Fabian + Freundin + Mutter!

Beim Sonnenuntergang sind wir dann aus dem Tale wieder rausgefahren und hatten noch absolut geniale Blicke auf die Felsen, die dann durch das Sonnenlicht in knallrotes Licht getaucht werden.

Jo und abends gabs dann noch legga Wraps/Tortillas. 🙂

8.Juni: Mesa Verde

Heute nur wenig Fahren in Planung, ergo Zeit für gemütliches Frühstück! Übrigens eins der wenigen Male wo wir tatsächlich 2 Zelte aufgebaut haben.

Eine kurze Fahrt nach Mesa Verde, der Ort, an dem früher die Pueblos ihre Häuser (Cliff Dwellings) in Einbuchtungen an einer Steilwand gebaut haben. Die Leutchen haben anscheinend oben auf dem Plateau Landwirtschaft betrieben und unten im Tal ihr Wasser hergeholt.

Wieso die ganzen Behausungen dann so plötzlich verlassen wurde, kann nur gemutmaßt werden, denn die Nachfahren möchten, dass ihre Religion respektiert wird und so erfährt man nix aus ihrem Munde. Interessant find ich dann erst, wieviel einem die Ranger erzählen können, alles was die „wissen“ sind ja doch nur Vermutungen, allerdings betreiben die meisten Forscher ihre Untersuchungen ja so. Anschauen, vermuten und behaupten. Wer kann schon das Gegenteil beweisen?

Aber erstmal ab unter die Felsspalte:
2 „Häuser“ haben wir uns angeschaut. Mit Rangern begleitet läuft man im Cliff Palace in einer großen Gruppe nur einmal vorne durch, hauptsächlich an den meisten Sachen vorne vorbei und bekommt ein bischen was erzählt. Ganz lustig sind deren runde Riesenbrunnen. Guuut, ja, es sind natürlich keine Brunnen, sondern eher gemeinsame Arbeitsplätze/Gemeinschaftsräume (Kivas) mit Seelenlöchern und Feuerstellen, aber sie sehen halt wie große Brunnen aus.

Früher waren diese „Brunnen“ laut Theorie oben zu und im Museum haben sie mögliche Modelle aufgebaut. Eigentlich ganz interessant:

Spaßiger wurde dann das 2. Haus: Balcony House.
Hier wurde erstmal gleich davor gewarnt, dass wer ein schwaches Herz hat oder steile Leitern nicht klettern kann, garnicht erst mitkommen soll! Aber wir sind ja noch jung und dynamisch 🙂

Im Balcony House hatte man etwas mehr Freiheit umher zu laufen und in Häuser reinzuschauen aaaaaber: jaaa nix anfassen! Dass sich 80% der Leute trotzdem am Balcony angelehnt oder abgestützt haben bedarf wohl keiner weiteren Ausführung.

Lustig war dann eine schmale Stelle, an der man durch ein 2m Loch krabbeln musste. Wieso das so lustig ist? Ich geb ja zu, aufregend ist das nicht gerade, aber stellt euch doch mal vor, wenn sich da ein wohl-beleibter-selbstüberzeugt-dünn-gebliebener Ami da versucht durchzuquetschen und am besten dabei noch die Kamera ausgerichtet zu halten!!! \*ggg\*
Hach bin ich wieder nett heute!

Und es geht ja noch weiter! Denn mit der Anstrengung ist es ja noch nicht vorbei! Man wurde ja vorneweg gewarnt, dass man eine böse, schlimme 30 Fuß steile Leiter hochklettern muss!!! In Gedanken malt man sich dann vorab so eine dünne 50cm breite und dadurch schön wacklige Leiter aus, wo dann immer nur eine Person nach der nächsten hochklettern (für besagte Person hochzittern) kann. Aber ne, alles voll easy:

Die ist sogar renntauglich. Einer rechts, einer links, wer ist erster?

Aber gut, spannend wars allemal, das Museum gab dann zum Schluss noch die letzten Informationen bevor wir hinausgescheucht wurden. Zurück zum Campingplatz über die vielen, vielen Kurven (jau, da macht das Autofahren Spaß!) und auf unseren sehr schön angelegten Zeltplatz, bei dem wir von vorher abziehenden Leuten einen bescheidenen Stapel Holz geschenkt bekommen hatten. Klar, dass wir noch ein schönes Lagerfeuer veranstaltet haben aber auch klar, dass man am nächsten Morgen geräucherte Klamotten in den Wäschesack geben konnte 🙂

7. Juni: Devils Garden

Die erwarteten Temperaturen des Tages: hoch. Die erwartete Schattenmenge des Tages: gering. Also, was tun? Eine 5-6 Stundenwanderung über Stock und Stein? Wohl eher Stein. Doch man sollte jaaaaa nix überstürzen ohne Rücksprache mit dem wichtigsten Begleiter auf seiner Reise zu machen…

Die 1-Tages Empfehlung des Reiseführers lautete: „American Sightseeing“. Sprich, mit dem Auto die verschiedensten Arches abfahren, kurz aussteigen und staunen oder die eine Meile hinlaufen, gaffen, Foto machen und wieder ins heiß-geliebte Auto zurück.
Aber das wäre ja zu einfach, viel schöner ist es doch, alles so richtig zu erkunden und welcher tolle Name strahlte uns da entgegen? Der Devils Garden! Ganz am Ende des Arches ein Rundwanderweg der an 8 der großen Arches vorbeiführen sollte. Also schön viel Wasser + Sonnencreme einpacken und auf ins Gefecht!

Das 1. Stück des Weges: ein schöner fast schon rollstuhlbefahrbarer, schön hergerichteter Touristenweg, nicht allzu steil. Dieser führte bis zur größten Arch, an der erst vor einigen Jahren ein großer Brocken an der Seite herausgebrochen ist. Gut, dass da grad niemand stand.

Temperaturmäßig ging es ganz gut, die Sonne versteckte sich hinterm bewölkten Himmel. Die ersten Arches waren auch schon bestaunenswert: einige hoch oben im Gestein mit Himmel oder weiterem Gestein als Durchblick oder aber direkt ebenerdig, man konnte durch- oder zumindest bis davor laufen.

Eine extra Erwähnung verdient der Wall Arch hier:

Schaut ihn euch gut an… ab dem 4. August 2008 wird er eingestürzt sein!

Auf dem Weg trafen wir 2 Deutsche, Mutter mit Sohn und beschritten einen Großteil der weiteren Reise mit ihnen (merke Fabian mit Mutter – wird später noch interessant!).

Der weitaus größere Teil der Wanderung war der eindeutig schönere: es ging einfach durch die Wüste, immer den kleinen Steinhaufen hinterher, über Spitzen und summits, wo man über wenige Meter breite „fins“ lief (links und rechts der 90° Blick in die Tiefe und dafür ein Blick rein in die vielen Reihen der Felsblöcke. Felsen, die wie Tische aussehen und gaaanz ganz viele U-Boote. Überraschend viel Vegetation und immer wieder zwischendrin kleine „lizards“, die sich auf den Steinen gesonnt haben.

Beim double-Arch (Achtung hier muss man unterscheiden zwischen den Arches, wo einfach 2 Bögen übereinander sind und dem Arch, wo man durch den einen hindurch den nächsten direkt dahinter sieht) haben wir dann Mittagspause gemacht und nachdem Fabian bereits mühselig in den oberen Arch geklettert war, konnte Jan das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und ist auch hinauf. Rauf ging ja noch einigermaßen… aber runter!!! Hihi.

Ab ca. der Hälfte des Weges verließ uns nicht nur Fabian & Co. sondern die lieben Wolken entschieden sich der Sonne den Vortritt zu lassen. Es wurde dezent wärmer 🙂
Nach der Vollendung des Rundweges war das letzte Stück zum Parkplatz zurück nochmal spaßig: Massen an Touris kommen einem entgegen und deren Ausrüstung meist äußerst bescheiden. In Flip-Flops meinen die Töchter aus gutem Hause mit kurzem Rock und einer kleinen oder keinen Flasche Wasser eine Wanderung bestehen zu können? HALLO? Sehr putzig auf jedenfall.

Nach dieser Hardcore-Tour (wir sind halt echte Kerle – hmhm Kerlinnen?) kam dann doch noch das „American Sightseeing“ zum Zuge: Rückzu’s sind wir immer schön brav mit dem Auto soweit es ging vorgefahren und nach Bedarf auch noch ausgestiegen und 5 Schritt gelaufen. Puh.

Den berühmtesten Arch haben wir dann aber nicht direkt angelaufen, sondern eher aus der Ferne „bewundert“: den Delicate Arch. Der Arch der Utahs Kennzeichen verziert und in jedem Filmsche vorkommen muss. Sah ganz ok aus, aber irgendwie macht der richtige Lichteinfall doch noch mal ne ganze Menge mehr aus!
Was noch faszinierend war, war der „Balanced Rock“. Obwohl nicht der einzige, der so dasteht, so ist der doch der größte und bekannteste dicke, fette Stein, der auf einer kleinen Spitze steht und einfach nicht daran denkt umzufallen. Respekt!

Zum Abschluss noch durch das North und South Window geguckt, einiges rumgeklettert und haben einer Ranger zugehört. Danach freute sich jeder auf Schatten und am liebsten einen Pool.

Und als allerletztes eine Frage:

Wie kann ein Teufelsgarten so schön aussehen?

6. Juni (RockyMountain NP – Arches NP)

Und die Überraschung ist auch wirklich gelungen. Ab ca. 2 Uhr nachts blies uns der Wind um die Ohren, sodass wir wirklich nur froh waren, dass wir im Zelt lagen und so das Zelt nicht wegwehen konnte! Da wo meine Füße lagen, hat es das Zelt so ein paarmal hochgehoben. So war das ganze nicht geplant!
Nungut, früher Aufbruch und schnelles Abbauen waren dann die Folge und als die Sonne rauskam gegen 8 Uhr war der Wind auch schon deutlich weniger geworden.

Eigentlich hatten wir vor, über eine lange Passstraße durch die Rockies hinauszufahren. Dank unserem Schneefall war die Straße allerdings bis mittags gesperrt, zu spät für uns, wir mussten weiter. Für ein paar Fotoshootings hat es allerdings noch gereicht. Die Ground-Squirrels waren oben am Aussichtspunkt aber sowas von zutraulich. Die sind direkt bis an die Hand gekommen, weil sie sich Futter erhofft haben.

Da die Rockies ja so schön hoch sind, wie nicht nur ich festgestellt habe, mussten wir erstmal recht lange bergab fahren. Sollten die Bremsen versagen, keine Panik, die Amis haben vorgesorgt:

Eine Auffangrampe! Ausprobiert hätte ich die ja gerne mal, aber ich glaube Volker hätte da was dagegen gehabt. So wegen dem Wagen ein bischen. So.

Und sonst…

Für den weiteren Weg zum Arches haben wir mal nicht aufs Navi gebaut, sondern uns selbst den Weg über einen „scenic-drive“ genommen, eine Landstraße, die ebenfalls zum Arches National Park führt. Wuuunderschön. Sollte man nicht verpassen
. Man fährt die ganze Zeit am Colorado River entlang, links und rechts gehen die großen Felsen hoch, obendrauf die Plateaus, den Abhang hinab riesige gefallene Felsbrocken. Da möchte man nicht stehen, wenn die runterkommen! Au!

Unser Campingplatz lag in Moab, direkt unterhalb (=südlich für Erkundefanatiker) dem Nationalpark. Leider nicht ganz so leicht zu finden… manchmal hätte man da gerne 4-Rad Antrieb…
Aber irgendwann, nachdem wir den Namen wieder wussten (wir hatten eigentlich reserviert) und auch das Office aufm Platz gefunden hatten (das office Schild ist nur beim rausfahren lesbar), hieß es dann beide Zelte aufbauen und pieksige Pflanzen genießen.

\*pieks\*

On the road again…

Grad aufm Weg von Page zum Bryce Canyon, Beifahrerposition, Klimaanlage ausgefallen, Fenster auf, Wind weht heftig rein, draußen mal Canyons, mal rote Hügel, mal flaches nichts, Felix fährt, seine Brille is abber nicht da grad.

Jo, da sind wir die letzten Tage doch prächtig weitergekommen und weil Urlaub so schön ist und erholsam sein soll, hab ich einfach mal nichts weitergeschrieben. Jetzt haben sich aber so viele schöne Fotos angesammelt, die wollen raus in die Welt und sich euch mitteilen. Da hab ich mir gedacht, schreib ich noch ein bischen dazu 🙂

3.Juni Kansas City-Denver

Einziges Ziel des heutigen Tages war: Denver erreichen und am Abend Felix am Flughafen abholen. Wir hatten nicht mehr allzu weit zu fahren und haben deshalb den Morgen mehr als gemütlich angehen lassen: g’scheites Frühstück mit Rüherei und Bacon 🙂

Der Weg nach Denver war wieder von viel flachem Land begleitet und nach dem Motel6 mit Pool klarmachen war dann alles wichtige bereits mittags erledigt. Was also tun? Den Zoo von Denver anschauen!!!

Ein auf dem Plan riesiger Zoo, beim durchlaufen dann doch was kleiner als gedacht, aber verdammt viele Tiere! Die meisten auch in schön geräumigen Käfigen die Tiger besonders toll ausgestattet – im Endeffekt aber natürlich doch: hinter Gittern…

Zuerst die Raubtiere, lagen noch schön in der Sonne oder stromerten umher, dann die Affen, die so lustig in den Bäumen lagen oder wie hier im Video zu sehen ein Affe der einige Male versucht hat, mit Heu im einen Arm ein Seil hochzuklettern und immer wieder runtermusste, weil das ganze Heu wieder runtergefallen ist beim klettern.

Eine lustige Antilope gab es dann noch, die glaubte, dass sie Futter von Volker kriegt…

Und wisst ihr wie weit ihr springen könnt? Und zwar nicht nur langweilig in feet und inches (sorry, Metern und Zentimetern – man kommt mit den Maßheiten so langsam zurecht: inzwischen weiß ich sogar meine Größe in Amimaßen!). Nein, der Zoo hatte da eine neue Inovation: man konnte sich mit Tieren vergleichen! Und damit die nicht jedesmal mit dir mitspringen müssen, haben sie ihre Weiten auf eine Tafel aufgemalt. Die sind halt nett die vom Zoo. Mein erster Sprung, nicht sehr gelungen, setzte mich mit einer Kängeruhratte gleich. Dass es sowas überhaupt gibt. Nuja. Der zweite heldenhafte Sprung meinerseits trug mich bis zum riesigen Eisbärensatz. Jetzt brauch ich nur noch so schön flauschiges Fell, dann hab ich vllt mal nicht mehr so kalte Füße…

Jo, nach einer kleinen Runde im hauseigenen Motelpool mit Schmetterlingsschwimmversuchen (Anmerkung der Redaktion: vllt ein gutes Galgenmännchenwort?!) haben wir dann endlich Felix eingesammelt. Er war pünktlich zu spät da und das Gepäck lies nur eine Kleinigkeit zu lange warten. Der Trupp war also endlcih komplett: 5 Mann, das Maximum was wir noch ins Auto quetschen konnten. Ab heute würde es auf der Rückbank kuschelig eng werden \*g\*

Und noch das gute letzte des Tages: wir musste noch in Volkers Geburtstag reinfeiern. Na gut, ich hab alle gezwungen noch ein bischen wach zu bleiben … \*pfeif\* Dafür konnte er sich dann über ein Grönemeier T-Shirt und eine 4-lagige Rolle Klopapier importiert aus Deutschland freuen (ich hab doch bestimmt mal erwähnt, wie verflucht dünn das Zeugs hier ist?). Allet jote!

4. Juni (Denver-RockyMountainNP)

Gen Rockies wollten wir heute fahren. So der Plan, so die Ausführung.
Gespannt hatten wir bereits gestern den Moment erwartet, an dem man von der flachen Ebene weg auf einen Schlag die hohen Rocky Mountains auftauchen sieht. Heute durfte auch Felix die Wand am Horizont genießen. Die Straße führte uns von Denver aus erstmal nach Norden parallel zu den Rockies, bis wir endlich auch rein und hochfuhren. Einiges ist einfach nur zum staunen dort, vieles erinnert aber doch an die Alpen. Nur dass ich die Alpen hauptsächlich nur vom Winter und SKifahren kenne. Schnee lag hier aber nur oben in den Wipfeln. Krass ist aber auch, dass die Baumgrenze deutlich höher liegt als in den Alpen. Auf 9100 feet Höhe stehen immernoch volle Baumwälder!

Unser Campingplatz liegt im Herzen des NPs, der Platz selbst mitten in der Natur. Seehr schön. Die Tiere dort ignorieren den Menschen eigentlich komplett. Ein Hirsch/Reh/wasdieTieregenausind spazierte vor uns einfach gemächlich über die Straße, Tiere lagen in aller seelenruhe auf einer Wiese an der Straße, während aufgeregte Touristen um die Fotos buhlten und manchmal kam eine ganze Herde von ihnen einfach mal am Zelt vorbei.

Das Wetter hatte sich zugezogen und der Ranger am Eingang hatte uns bereits erzählt, dass das Wetter jeden Moment umschlagen könnte und für morgen (freu, jippieh) Unwetter vorausgesagt wären. Also schlugen wir das Zelt auf und da der Nachmittag noch jung war sind wir los, eine Runde wandern. Hoch ging es zum Cup Lake. Schön auf kleinen Pfaden, doch ganzschön bergauf. Eigentlich nur so 3.2 Meilen aber eins hab ich nun wirklich gelernt: Je höher, desto schnauf.

Am Rückweg, als das Wetter sich zuzog und wir uns beeilen wollten, also da ist mir sowas von die Luft weggeblieben! Das ging ja mal garnicht. Felix hat mich dann sogar gezogen. Da lernt man doch die älteren Herrschaften verstehen, wenn die nach nur „ein bischen“ laufen bereits aus der Puste sind.

Abendessen (Nudeln m Käsesoße + Geburtstagstorte… lecker, lecker) gab es dann bei leichtem Regen unter der aufgespannten Regenplane. Das das noch schönes Wetter war, konnten wir ja nicht wissen.

5. Juni (Rocky Mountain National Park)

Wie schön das Wetter um diese Jahreszeit hier noch werden kann, das durften wir bereits sehr früh am Morgen feststellen. Wind und Schneeregen. Jaaa, Schnee! Ich dachte auch, das hätte ich bereits weggefrühstückt für diesen Winter. So Schneematsch bleibt dann natürlich gerne auf dem Zeltdacht liegen, aber raus wollte so wirklich niemand. Außer die mit ner schwachen Blase \*g\*

Jo, der Schnee hielt auch wunderbar den ganzen Vormittag an. Volker holte uns irgendwann Frühstück rein und so schliefen wir diesen Tag doch etwas länger aus. Nuja, gegen 14 Uhr lies das ganze dann doch mal etwas nach und ich hab mich auch mal rausgetraut 🙂

Nächstes Problem: allzu hoch kann man nicht wandern, oben gibts fett Schnee. Also sind wir mit dem Auto zum Bear Lake gefahren und von dort aus zum Nymphe Lake und Dream Lake hoch. Der Schnee lag trotzdem, rauf musste man oft die Haken reinhauen um nicht wegzurutschen, runter gings dann schlitternd recht schnell. Insgesamt noch eine schöne Wanderung 🙂

So und für die kommende Nacht: auf Regen folgt Schein oder? Lassen wir uns überraschen.

nasses Kansas (Kansas City – Denver)

LOLI! Mit dir hab ich noch ein Wörtchen zu reden! Was hast du uns für Wetter hinterlassen?

Die Nacht hatten wir ja noch in MIssouri, einige Meilen noch vor Kansas City verbracht, da hatten wir auch noch schönes Wetter und mal wieder einen wunderschönen Campingplatz, sodass wir abends noch schön lange, gemütlich am Feuer sitzen konnten.

Und dann fährt man an Kansas City vorbei, und? Regen! Blitz und Donner natürlich inklusive. Wobei die Blitze schon stark aussehen!
Lolis Uni haben wir aber leider nicht erblickt, hätte mir genauere Anweisungen einholen sollen, wo wir gucken müssen 🙂

Einziger Tagesplan für heute: fahren, fahren, fahren… Bzw. bei dem Wetter: schwimmen, schwimmen, schwimmen…
Bis kurz vor Denver oder eben soweit wir kommen.

Nebendetail: grad lag ein Auto im Graben, schön im Wasser drinne, der Insasse war schon munter am telefonieren (Abschleppwagen war schon unterwegs). Sah nur echt lustig aus, hockst du so mit deinem Auto im Wasser und bist mal wieder am telefonieren (das Gespräch von der Straße fortsetzen?) 😉

Grand A*** (St. Louis-Kansas City)

Schön gemütlich morgens aufgebrochen, Stehfrühstück und nette ausschweifende Unterhaltung mit nem „local“. Schließlich endlich losgekommen, rein nach St. Louis erstmal zum Science Museum, dann wieder zurück zum Motel vergessene Sachen einsammeln und schließlich noch an den Massenströmen beim Stadion vorbei zum Grand Arche, dem „Gateway to the West“: das ist eine halbe Ellipse aus Metall, die hoch in den Himmel emporragt, neben der Brücke über die früher die Leute gen Westen gezogen sind. Und wäre ja schon fast verwunderlich, wenn man da nicht reinkönnte in diese Arch.

Nach oben fährt man in einer Mischung aus Gondel und Achterbahn, wobei die einzelnen Elemente so kleine, runde Kapseln sind, in die man sich zu 5. reinzwängt. Mit Platzangst sollte man da nicht hoch. Mit Höhenangst aber auch nicht. Wenn man bedenkt, dass unter einem dann 150m freier Fall sind… so a biserl schauerts da schon!

Tjoa, der Rest des Tages war mal wieder dafür da, um Meilen zu machen…