Hochzeitsgeschenk fuer Pfadis Teil 2

…oder wie man eine Jurte aus Geldscheinen näht 🙂

Und es war wieder soweit, wieder eine Hochzeit ganz im Zeichen der Pfadfinder, inklusive Feier im Jurtendom.
Der Plan: diesmal eine Jurte aus Geldscheinen basteln!

Etwas komplexer diesmal: das Jurtendach. Ja, es besteht eigentlich einfach nur aus 6 Kohtenblättern. Aber diese so exakt hinzubekommen, damit das ganze am Ende lückenlos zusammenpasst, hat mich zurück an die Vorlesung „Darstellende Geometrie“ erinnert. Konstruktionen mit Bleistift, Geodreieck und viel Geduld.


Also wieder ab ans falten, kleben und nääääääähen. Gruß an meine Fingerspitzen an dieser Stelle, gefaltete Geldscheine mit der Nadel durchzukriegen hat sie … gefordert 🙂


Derweil wieder die Grundlage für den Lagerplatz geschaffen, analog zum letzten Mal und im Dunkeln draußen nach Stöckchen für das Jurtenkreuz und die Stange gesucht. Und zwar gerade Stücke! Wenn man in der Natur unterwegs ist und passende Stämme und Äste sucht, ist das ja schon nicht immer einfach. Aber ganz ehrlich, das ganze in Miniatur zu finden, schön gerade und in richtiger Dicke – ist nicht viel einfacher! Und dann hab ich mir auch noch einen Spreisel dabei geholt :‘-D


Und nein, Häringe oder Seitenstangen wurden nicht verwendet – es hat alles seine Grenzen 😉
Schließlich gab es eine superschöne Feier im Jurtendom (mit festem Boden!), inklusive Cocktail-Bar und Fotobox (die nicht nur von kleinen Kindern, sondern auch von großen zu später Stunde ausgiebigst genutzt wurde).


Hochzeitsgeschenk fuer Pfadis

…oder wie man eine Kohte aus Geldscheinen zaubert!
Wenn man zu einer Hochzeit unter Pfadis eingeladen sind, die aber im Prinzip schon alles haben… was schenkt man da? Zeltlager und Lagerfeuer!

Erstmal benötigt man dafür natürlich einen Lagerplatz, man nehme also einen festen Untergrund (flaches Holz aus dem Keller), klaue den Schildkröten etwas Sand und nehme sich eine Menge Kleister vor. Kleister und der Sand ergeben einen schönen unregelmäßigen Untergrund. Dann zurück zu den guten alten Wasserfarben… wie noch zu Grundschulzeiten! Und mein Bastelschrank ist noch gut genug bestückt dafür 😉

Dann geht es an abmessen, falten, kleben und schließlich… nähen! Ja, Geldscheine kann man aneinander nähen 🙂 Und ja, ich kann nähen. So ein bischen…
Dann ein Kohtenkreuz und Kohtenstangen mit Originalknoten zusammenbinden, die Steinchen aus dem Vorgarten für das Lagerfeuer bestücken und mit etwas Naturwolle (das heißt glaub so, war halt noch im Bastelschrank) das Feuer zum lodern bringen. Um das ganze nicht zu billig zu gestalten, kann das Feuer kräftig angeschürt werden!


Und anschließend konnte ein Wochenende lang gefeiert werden, mit Jurten, Lagerfeuer, Singen, tanzen und auch viel entspanntem, lesen oder gemütlichen Beisammensein…


DHL und die Weihnachtspakete

Inzwischen bin ich wieder „amused“, nachdem ich mich an Weihnachten selbst sehr geärgert habe.

Bei Ravensburger personalisierte Geschenke bestellt, Ravensburger gab die Garantie, dass alle bis zum 18. Dezember bestellten Teile rechtzeitig an den Versand übergeben werden, damit sie vor Weihnachten da sind (da sein können). Klar, Ravensburger gibt damit selbst keine Weihnachtsgarantie, diese Verantwortung wird an den Versanddienst weitergegeben. Also am 16. und am 17.12. Teile bei Ravensburger bestellt, wobei es allerdings vermutlich keinen Unterschied gemacht hat, wann etwas genau bestellt wurde, die hatten so oder so soviel zu tun, dass alles erst am 22.12. verschickt wurde. Mit DHL! Ihr ahnt was jetzt kommt…

DHL in der Vorweihnachtszeit zu nutzen… klar, die sind überlastet. Ich habe auch erst kürzlich gelesen, dass die Anzahl der Internet-Bestellungen kurz vor Weihnachten nochmal enorm in die Höhe geschnellt ist. Wer also zu spät dran ist, der braucht sich auch nicht wundern. Leider kam mir die Idee für die Geschenke erst so kurzfristig 🙂

Ich hatte frühere Ideen im Dezember schon immer an die DHL Packstation schicken lassen, auch hier war schnell klar, dass diese auch enorm in Gebrauch sind und das Pakete nur sehr selten dort landen, wo man es hinschicken wollte. Und natürlich ist die nächste, noch nicht volle DHL Packstation, die gewählt wird, diejenige, die doppelt so weit weg ist (es gibt noch 2 nähere – eigentlich). Egal, das hatte ich schon erwartet, ist ja ok, man ist ja noch jung und sportlich, schnappt sich das Fahrrad, fährt weiter raus, stellt dort fest, dass das Paket zu groß ist, packt erstmal alles aus und verpackt die Einzelteile dann in die Fahrradtaschen und den überdimensionierten Karton in den Müll.

Für Weihnachten hat DHL allerdings eine Leistungsversprechen an Privatkunden und Geschäftskunden herausgegeben: „Für alle Partner-Filialen, DHL Paketshops oder Packstationen gilt: Päckchen und Pakete, die am Donnerstag, 22.12. bis 18 Uhr eingeliefert werden, werden in der Regel bis zum 24.12. zugestellt.“ Gut, jetzt kann man sagen, ist ja kein privater Versand, sondern ein geschäftlicher, dazu steht da: „Bei einer Abholung bis 23.12., 12 Uhr werden die Pakete in der Regel bis 24.12. zugestellt.“ Keine Garantie, klar. Aber wozu diese Versprechen, wenn sie so schwer zu halten sind? Kennt jemand Statistiken von DHL, die besagen, wieviele der Pakete, die bis zu diesem Zeitpunkt eingeliefert werden, auch noch rechtzeitig ausgeliefert wurden? Beruhen DHL’s Versprechen auf statistisch gestütztem Wissen oder auf einer Pi-mal-Daumen Abschätzung oder ist das lediglich gut klingendes Marketing?

Nun jedenfalls meine „knappe“ Ravensburger-Bestellung. Online in der Paketverfolgung sehe ich: am 22.12. an DHL übergeben, noch nachts um 23 Uhr wurden die Pakete bereits am Ziel-Packzentrum in Bruchsal „bearbeitet“ (was auch immer das heißt). Dann der Hoffnungsschimmer, dass es vor Weihnachten noch ankommt: am 23.12. morgens um 06:51 Uhr wurden die Pakete in das Zustellfahrzeug geladen und sind auf dem Weg zur Packstation. Hände reiben in Vorfreude! Tja und dann kam alles anders: seither keine Meldung mehr. Bis heute!
– Theorie 1: Die Pakete wurden in einer Packstation zugestellt (wo auch immer) und die Benachrichtigung hat nicht funktioniert.
– Theorie 2: Die Pakete sind noch im Zustellfahrzeug und werden fleißig immer wieder durch die Gegend gefahren. Das Auto hat sich allerdings etwas verfahren und wird inzwischen im tiefsten Bayern eingesetzt. Nun wartet man darauf, dass wieder ein Auto-Austausch stattfindet, denn Pakete mit dem eigenen Dienstleister zurück nach Bruchsal verschicken… lieber nicht, da weiß man ja, was da alles passieren kann!
– Theorie 3: Tjoa, mal in Bruchsal suchen gehen, was?

Das schöne dabei: man kann gar nichts tun! Denn einen Nachverfolgungsauftrag kann man bei DHL erst ab einer Statuskonstante von 6 Werktagen absenden. Und das kann natürlich auch nur der Absender machen. D.h. erstmal Ravensburger anschreiben, bis die reagieren und DHL kontaktieren… bis DHL reagiert und Ravensburger kontaktiert … bis Ravensburger reagiert… * seufz * Insgesamt liegen Pakete bei Packstationen aber auch nur 9 Tage, bevor sie wieder zurückgeschickt werden. Also falls die tatsächlich schon irgendwo liegen… Genaues weiß man nicht und man darf sich weiterhin in Geduld üben.

Zusatz: Das Paket nach Hause schicken heißt übrigens ja auch nicht, dass der DHL Mensch auch bei einem klingelt. Ein einziges Paket wurde uns nach Hause geschickt, an einem Tag, an dem ich krank daheim war. Trotzdem landete das Paket beim Nachbarn im 1. OG statt bei uns im 3. OG, Überraschung!

Fazit: DHL im Dezember meiden. Nein, nichts neues.

Nachtrag:
29.12.16: Ticket bei DHL eröffnet mit Nachfrage nach Paket + Nachricht an Ravensburger mit Bitte um Stellen eines Nachverfolgungsantrags, DHL bestätigt automatisiert mein Ticket (lustig: „Zurzeit erreichen uns unerwartet viele Kundenanfragen.“ — wieso unerwartet? :-D).

30.12.16: DHL bestätigt mir die Eröffnung eines neuen Tickets (?? vllt wurde das in eine andere Queue verschoben, wobei sie dadurch die Ticketnummer nicht verändern sollte)

01.01.17: DHL schickt einen automatisierten Zwischenbescheid, dass mein Ticket (das neue) nicht vergessen wurde! Das ja nett. Aber unnötig nach 1 Tag.

02.01.17: Mein DHL-Ticket wird beantwortet „Leider ist ihre Sendung wieder auf dem Weg zum Absender.“ wtf, ein Blick in die Sendungsverfolgung zeigt, japp, das Ticket hat Recht. Eine Ankunft des Paketes in der Paketstation wurde nie quittiert, aber dass es wieder abgeholt wurde, das schon (Info: nach 9 Tagen ohne Abholung geht das Paket ganz nach DHL-Workflow wieder zurück zum Absender).

Das „Schöne“ dabei, mindestens ein Geschenkeempfänger ist bereits wieder abgereist, d.h. eins der Pakete darf ich also nach dieser Riesenverspätung dann noch per Post verschicken… Ironie! |

Meine erste TipToi Erfahrung

Mein erster TipToi Stift?
Ein gebrauchter Stift, dessen Lautsprecher nicht funktioniert, mit Kopfhörern funktioniert der Ton, ausgeliehen von Joachim. Für die, die keine Kinder im Umkreis kennen, die diesen Stift besitzen: das Prinzip ist recht einfach, man schaltet den Stift ein und hält ihn auf Figuren, Gesichter oder worauf auch immer in Ravensburger TipToi Büchern und der TipTio Stift spielt dann passende Geräusche ab (Brummbrumm der Bagger), erzählt eine Geschichte, erklärt Sachverhalte oder kann sogar Lieder singen.

Mein erstes TipToi Buch?
Um ehrlich zu sein, ich habe noch nie eins gesehen, außer via Google oder Youtube Videos 🙂

Wofür dann der TipToi Stift?
Von Joachim weiß ich, dass er schon vor einiger Zeit ganz begeistert den TipToi Stift und dessen Umsetzung analysiert hat und in der Lage ist, selber entsprechende Bücher oder Seiten, die mit dem TipToi Stift funktionieren herzustellen. Nun hat am WE mein Neffe Geburtstag und durch Joachims neuesten Blog-Eintrag war ich dazu animiert, mich selber daran zu versuchen.

1. Schritt: Herausfinden, was ist der TipToi Stift eigentlich. Da gibt es lustige Erklärungen, einige glauben auch an RFID Chips. Aber nein, der TipToi Stift hat vorne eine Kamera integriert. In den Büchern sind Codes hinterlegt in einem bestimmten Format (siehe https://media.ccc.de/v/gpn15-6687-der_tiptoi-stift) und wenn die Kamera so einen Code erkennt, dann spielt sie die dazugehörige Tondatei ab (zumindest in der einfachen Variante, der Stift, bzw. der eingebaut ARM Prozessor, ist auch komplexer programmierbar). Was ganz nett ist: die Codes sind fast nicht sichtbar, sondern eher wie ein leichter Grauschleier über das gesamte Bild gelegt (oder nur über die Stellen, wo der Stift reagieren soll).

2. Schritt: Herausfinden, wie man sowas selber erstellt! Mein erster Ansatz war, den Vortrag von Joachim bei der Gulasch-Programmiernacht anzuschauen. Aus diversen Gründen habe ich mich dann aber doch entschlossen meine Quellen anzuzapfen und Joachim einfach direkt zu fragen 🙂

3. Schritt:
Vorab habe ich mein eigentliches Buch erstellt und mir überlegt, was wo hinkommen soll und was für Tondateien ich brauche.

4. Schritt:
Dann haben wir uns zusammengesetzt und eigentlich war alles schnell erklärt. Faszinierenderweise, vorher klang das alles ein bischen komplizierter. Gut, aber ohne das tttool wäre es das vermutlich auch!
Wie werden die Codes erstellt, wie bette ich die passend (nicht verzerrt) in meine Bilder ein, wie erstelle ich die Tondateien, mit welcher Projektfrequenz etc.

5. Schritt: Codes erstellen! Die Codes in der richtigen Größe auf die richtige Position bringen und nichts durcheinanderbringen.

6. Schritt: Die liebe Verwandtschaft um Audio-Beiträge für den Stammbaum im Buch bitten (hier bieten sich diverse Chatclients mit ihren Tonaufnahme-Möglichkeiten an! WhatsApp, Threema, …). Selber die restlichen Beiträge liefern, Geschichten vorlesen, Roter Mond ungefähr 6mal auf der Gitarre spielen und dazu singen, bis man den Schummelgriff für g-moll endlich drauf hat und sich nicht mehr verspielt. Dazu im Hintergrund das Rasenmähen ausblenden oder abends die dröhnenden Bässe im Schrebergarten.

7. Schritt:
Drucken! Herrje, das war nicht wirklich einfach. Daheim der Drucker kann nur schwarz-weiß und die Qualität der Codes in normaler dpi Auflösung ist nicht gut genug für den Stift, nur mit dpi 600. Also im Druckcenter im Rechenzentrum probiert, eine Testseite, nein, Stift reagiert nicht. Schade. Der komprimierte die Datei zu stark vorm drucken. Dann zum Copyshop in Karlsruhe: eine Testseite, nööö, Qualität zu schlecht. Also: zweimal in bunt ausdrucken lassen und den schwarz-weiß Drucker von Joachim für die Codes verwendet. Dann Lieblingsfehler Nr. 1 passiert (siehe unten), alle Codes neu machen – ein Glück hab ich zweimal farbig drucken lassen. Dann aber war das Werk vollbracht!

Meine Lieblingsfehler:
– Windows achtet nicht auf Groß- oder Kleinschreibung. Wenn man einen Code anlegt, der start heißt, überschreibt er später den Standard START und das Buch kann nicht beginnen.
– Mein Rechner. Der is so oll inzwischen, dass er zwischenzeitlich nichtmal OpenOffice und Windows Explorer gleichzeitig geöffnet halten konnte. Und OpenOffice mit einigen Bildern drin (bei denen mir die Zeit zum runterskalieren gefehlt hat), erfordert… Geduld! Vielleicht ist inzwischen auch mein RAM in Mitleidenschaft gezogen, wer weiß.
– Tondateien aufnehmen: Audacity hatte ich schon früher dafür verwendet, aber was man beachten sollte, ist auch alle Einstellungen vorzunehmen, die Joachim vorgegeben hat! Mein Lied hat bis zum Schluss nicht funktioniert, ich hatte die falsche Projektfrequenz eingestellt! Ein Glück war die Originalaufnahme nicht mit Audacity direkt gemacht, sondern mit der „Diktiergerät“ App auf meinem Smartphone.
– In der .yaml Datei (die „Master-Textdatei“) nicht einzelne Elemente zwischendrin mal rauskopieren, bloß damit das Codes erstellen nicht so lange dauert. Das ist ein Fehler, damit entstehen Doppelungen! Seufz… und die Hälfte aller Codes wieder neu austauschen.

Danke vielmals an Joachim für zahlreiches zur-Seite stehen und Hilfe bei allem, vorallem aber noch beim richtigen Drucken und Flurrennen 🙂

Nun habe ich mehrere bedruckte Seiten, die ich einen schmalen Hefter in Klarsichtfolien eingetütet habe (ja, der Stift funktioniert eigentlich uneingeschränkt auch da durch). Zu Anfang Gruppenfotos von verschiedenen Familienteilen, wo ein Tipp aufs Gesicht verrät, wer wer ist und mit wem wie verwandt ist. Dann ein Stammbaum, der unsere Seite der Familie abbildet und bei dem ein entsprechender Tipp die Person dazu bringt einen Satz (oder mehr zu sagen). Auch mein Neffe spricht mit: „Allo, …, tüüüss!“ mit Begeisterung! Dann wird noch eine Kurzgeschichte erzählt, welche in Abschnitte aufgeteilt ist und am Schluss wird noch ein komplettes Lied vorgespielt, mit Gitarrenbegleitung. Dazu ist auf jeder Seite eine Eule, die wenn man sie anklickt verrät, was auf dieser Seite getan werden kann.

Leider funktionieren nicht alle Gesichter, da sie etwas zu dunkel sind, Zeit für aufhellen hatte ich dann aber nicht mehr. Hintenan habe ich deshalb ein Cheat-Sheet angefügt, in dem ich in schwarz-weiß einfach die Codes klein und auf weißem Hintergrund neben die Gesichter gepackt habe. Wenn es im schönen bunten Teil nicht geht, muss man halt nach hinten blättern und die Helfercodes in Anspruch nehmen.

Und nun? Nachher bekommt Jakob sein Geschenk, bin schon gespannt, was er und Aaron dazu sagen!!!

Nachtrag 22.05.:
Das Geschenk wurde überreicht und nachdem das eigene Gesicht auf dem Cover erkannt wurde, musste ich dann erstmal erklären, wobei es sich hierum handelt. Dann wurde eifrig geblättert und ich durfte eine weitere Eigenschaft meine eigenen TipToi Buches feststellen: es reagiert nicht so schnell. Die Jungs hielten den Stift immer nur kurz auf eine Stelle, erwarteten also zweierlei: zum einen, der Stift sollte überall gehen und zum anderen, dass das in Windeseile erkannt wird! Da musste ich ein bischen Geduld beim Code lesen beibringen und noch beibringen, was man überhaupt nur anklicken kann (was die Erkläreule auch erklärt hätte, wenn man die Zeit dafür hätte 😉 ).

Die Gesichter kamen insofern gut an, als dass Jakob seinen eigenen Audiobeitrag schnell fand und garnicht genug davon bekommen konnte, sich selber zu hören! Beide Jungs fanden aber die Musikstücke toll. Aaron hat das ganze Lied andächtig durchgehört und Jakob wollte immer wieder das reine Gitarrenstück hören. Die beiden lieben aber auch die Gitarre ihres Vaters und die Ukulele von mir.

Und am Ende saß waren sie auch nicht die einzigen, die damit spielen wollten…

Der Winter ist eroeffnet!

Es ist nun offiziell, auch ich erkläre den diesjährigen (oder dies-saisonalen) Winter für eröffnet!
Warum jetzt? Sobald es eisglatte Straßen gibt, die die Räder des Fahrrads ausreichend verführen wahre Kunststücke in Kurven aufzuführen, hat der Winter begonnen – wie ich finde ein ausreichendes Kriterium. Wem dies nicht genügt, der lasse verbogene Lenker, Sattel und großangelegte blaue Flecken dazu zählen 😉

Und damit ich mir nicht alleine zu doof zum fahren vorkomme (es war aber auch wirklich sauglatt), hat Michi ebenfalls den Höhenunterschied zwischen Sattel und Straße in Rekordzeit verkürzt. In der Bahn konnten wir dann gemeinsam Wunden lecken.

Ohne Fahrkarte aber mit Eau de Toilette?

Ihr kennt sicherlich den Witz, wie sich die schlauen Wissenschaftler auf dem Klo verstecken, um bei der Fahrkartenkontrolle nur ein Ticket unter der Tür durchschieben zu müssen?

Nein, dann hier eine kurze Auffrischung:
„Zwei Mathematiker und zwei Physiker fahren zusammen mit der Bahn zu einem Kongress. Auf der Hinfahrt unterhalten sie sich über die Systematik des Fahrkartenverkaufs, wobei die Mathematiker erwähnen, dass sie nur eine Fahrkarte für zwei Personen brauchen. Als nach einiger Zeit sich der Schaffner nähert, gehen die beiden Mathematiker zusammen aufs Klo (auf dasselbe!). Kurz darauf klopft der Schaffner an die Tür und verlangt die Fahrkarte, die Mathematiker schieben ihre unter der Tür durch, und alles ist okay. Auf der Rückfahrt haben die Physiker dazugelernt und auch nur eine Fahrkarte gekauft. Die Mathematiker haben dagegen gar keine! Die Physiker wundern sich bereits etwas. Wiederum nähert sich bald der Schaffner, und die Physiker begeben sich aufs Klo. Kurz darauf geht ihnen einer der Mathematiker nach und klopft an die Tür: „Die Fahrkarte bitte!“

Was lernen wir daraus? Die Physiker wenden mathematische Verfahren an, ohne sie wirklich zu verstehen:“

Naja, das wirklich lustige war aber heute der Mensch, der sich in der Regionalbahn im Klo versteckt hat, um der Fahrkartenkontrolle zu entgehen! Er wurde in Karlsruhe am Hbf (Endstation) von zwei Polizisten empfangen, die ihn freundlichst gebeten haben herauszukommen. 😀
Was seine Fachrichtung wohl war?

Wenn ein Kuchen eine Reise macht…

Wir nehmen mal an, wir hätten einen Kuchen. Dieser wurde von den Zielpersonen nicht ganz aufgegessen (wer nicht (ein zweites) will, der hat schon) und fährt also mit der Verursacherin in der Bahn (S3) wieder nach Karlsruhe. In Durlach steigt besagte Kuchen-Verursacherin (man könnte auch Bäckerin sagen) aus und begibt sich sogleich zum Fahrrad, dort angekommen, wird das Schloss aufgeschlossen und in seiner Halterung eingetütet, die Fahrradtasche fachmännisch verstaut, der Helm aufgesetzt und die Kuchentüte an den Lenker gehängt… äh, moment, wo ist doch gleich die Tüte?

Ja, genau. In der Bahn, oben im Gepäckfach. Da wo sonst nieeee etwas hingetan wird. Nie hat ja immer eine Ausnahme parat, die hatte an diesem Tage ihren Einstand. Panikattacke, durchgeatmet, Telefonjoker gewählt. Telefonjocker wiederum hat den DB-Joker gezogen und dort mal angerufen – allerdings hatte die DB keine Zeit, da Personenschaden aktuell, ergo fiel der Joker flach – auch das soll mit Jokern hin und wieder vorkommen. Also auf der Bahnseite hin- und hergesucht und herausgefunden, dass die S3 am Hbf auf Gleis 4 angekommen ist. Auf diesem Gleise bewegte sich hernach laut Onlinerecherche nichts, zumindest für über eine halbe Stunde.

Ja, dieser Krimi ist etwas tricky, also schön am Ball bleiben.

Die Verursacherin ließ also ihr Fahrrad wieder zurück und fuhr mit der nächsten Bahn weiter zum Hbf. Dort schnell zu Gleis 4, in der Hoffnung, dass die S3 dort vllt stehen bleibt, um danach unter anderem Namen wieder weiterzufahren. Aber nein, das wäre ja zu einfach! Keine Bahn, weit und breit und schon garkein Kuchen. Also Fundbüro aufsuchen? Nicht so gut Erfahrungen mit gehabt, nein ein bischen Gehirntraining ist da besser. Denn: vielleicht ist die S3 ja durchgefahren, wird kurz durchgecheckt und kommt dann auf einem anderen Gleis als S3 in die Gegenrichtung zurück? Also geschwind zum besagten Gleis gewetzt, noch keine Bahn da, warten.

Kurz darauf kommt die Bahn, aber oh Schreck, es sind nicht mehr 2 Waggons, sondern nur einer! Und die Kuchentüte hatte es sich im 1. Waggon gemütlich gemacht! Ohje, ohje. Ab in die Bahn, et hülft ja alles nix. Hinten eingestiegen, den Blick schweifend nach vorne gelaufen und das Wunder geschah: dies war der Waggon, der vorher der 1. Waggon der Bahn nach Karlsruhe war. Und wie passend, nicht nur war der Kuchen noch da, sondern die Bahn fuhr die Verursacherin und die Kuchentüte auch direkt zurück nach Durlach wo schon sehnsüchtigst das Fahrrad wartete um endlich die Kuchentüte auf den Lenker und die Verursacherin auf den Sattel zu nehmen und geschwind zum nächsten Termin zu flitzen.

Sommer 2014 – Etje

Sommer 2014 – Etje
Ein weiterer Dauertermin war auch dieses Jahr wieder Ötigheim. Diesmal war ich bei sowohl dem Hauptstück (Brandner Kaspar), als auch dem Nebenstück (Schwarzwaldmädel) dabei und ich hatte da diesen Sommer einen Riesenspaß. Ja, es waren wieder viele Proben und dieses Jahr auch wieder einige Kostüme (manche groß genug für zwei!), aber die Truppe dort ist einfach superklasse und besonders das Schwarzwaldmädel ist nicht nur ein tolles Stück, sondern einfach prima umgesetzt.
Erstmal noch ein Einblick in den Brandner Kaspar:

Einige Späße gab es dann natürlich auch bei der Derniere, der letzten Aufführung vom Schwarzwaldmädel. Nicht nur, dass einige Jungs auch in den Mädelskostüme gesteckt und entsprechend mit Perücken versehen und geschminkt wurden, nein, an einer Stelle hatten wir uns etwas überlegt: eigentlich ist ein „werdendes“ Paar auf der Bühne, er singt für sie und erzählt unter anderem, wieviele Mädchen er schon in seinem Leben hatte und zählt alle Namen schnell hintereinander auf. Eigentlich sind sie nur zu zweit auf der Bühne. Wir haben dann aber alle Mädels vom „Jungen Chor“ (jung als Gegenteil von alt, nicht Jungs 😉 ) zusammengesammelt und sind kurz vor dieser Stelle auf dem einen Gebäude, was im Stück eine Wirtshaus ist, raus auf dessen langen Balkon und haben uns der Reihe nach hingestellt, jede (und jeder, auch die Verkleideten!) bereit, bei „ihrem“ Namen zu winken oder Kusshände zu werfen. Der Schauspieler wusste nichts davon, hat uns beim rauskommen allerdings entdeckt und gleich geschmunzelt. Seine Schauspielerklasse war gleich zu bemerken, er unterbrach sein Lied nicht und ignorierte uns auch nicht, sondern improvisierte und baute uns in seine Darbietung mit ein, sehr zum Spaß des Publikums.

Fotos von den Schwarzwaldmädel-Aufführungen, von hinter der Bühne, vom Publikum aus auf die Bühne oder auch mal umgekehrt…