3.1. Queenscliff – Ocean Grove – Torquay – Angleshead – Aireys Inlet – Lorne

Kilometerstand: 448545

Morgens sind wir direkt aufgestanden und haben am Hafen vor Ort gefrühstückt. Um 8.30 Uhr war Treffen an der Schule, wir waren ingesamt so ungefähr 25 Leute. Ich dachte eingetlich das wäre recht viel, hat sich aber rausgestellt, dass das garkein Problem war. Jeder hat einen Wetsuit und Schnorchelausrüstung erhalten, dann hieß es auch schon die anziehen und los aufs Boot. Das Boot war anscheinend früher die erste Fähre. Die Fähren, die heute fahren fassen allerdings einige 100 Autos, unser Bötchen hätte kein einziges aufnehmen können. Leider sind meine Fotobatterien sehr schnell leergegangen (ich hab wohl die falschen erwischt), im Endeffekt war es aber garnicht so schlecht, man war so nicht nur mit fotographieren beschäftigt und hat das Meer nicht nur durch die Linse gesehen.
Zuerst sind wir gute 20min raus zu einem kleinen Riff gefahren, auf dem Vögel (Möwen? gelber Kopf…) nisteten und ihre Kleinen großzogen. Dort lagen dann auch zwei Seehunde auf den Felsen und reckten sich der Sonne entgegen. Für uns hieß es ab ins Wasser und entlang des Riffes schnorcheln. Sagenhaft, unten haben sich viele Pflanzen am Riff festgesetzt und wie alles hin und herschwankt und dazwischen große, bunte Fische hin und herschwimmen (die größeren waren so groß wie mein Unterarm!). An der Riffspitze vorbei bin ich keinen Meter von dem Seehund vorbeigeschwommen! Sagenhaft, so nah dran! (und dass das noch weit weg war… dazu kommen wir später). Auch einen Seestern habe ich entdeckt: knallorange zwischen den dunkelroten und grünen Algen (oder was auch immer das war).

Zurück an Bord gab es dann heiße Getränke und Kekse. Die Kinder, die dabei waren haben gut gezittert. Im Wasser war es irgendwie deutlich wärmer 🙂 Was folgte war Spaßliegen im Netz (so ein Außennetz, auf das immer 4 Personen rauskrabbeln konnten) oder Ausschau halten auf dem Dach. Ausschau halten wonach? Nach Delfinen natürlich! Der Hauptgrund, wieso wir rausgefahren sind!

Per Funk bekam unser Käpt’n dann die Meldung, wo die Delfine sich grad aufhalten. Nichts wie hin! Aus der Entfernung konnten wir zuerst mehrere sehen. Ich bin dann nochmals ins Netz rausgeklettert und dann konnte man zwei Delfine sehen, die im Bugwasser unseres Boots mitgeschwommen sind. Die hatten da tierisch Spaß dran!
Dann ist unser Boot entsprechend gekreist und für uns hieß es: ab ans Heck und sich an den zwei Seilen die dort befestigt waren raushängen. Man lag mit Schnorchel im Wasser und hielt sich an Bojen am Seil fest, während das Boot wieder weiterfuhr. Das Ziel hierbei ist, die Delfine von oben anschauen zu können, da sie ja nicht immer an der Wasseroberfläche sind. Es konnten immer 6 Leute gleichzeitig ans Seil und so haben wir uns abgewechselt. Bei meinem ersten Versuch sind die Delfine leider immer nur in großen Kreisen ums Boot geschwommen und ich hab keinen einzigen gesehen. Beim zweiten Versuch war dann ein Delfin direkt unter mir! Keinen halben Meter weg. Und dann drehte er sich hoch, um mich anzuschauen. Heideblitz. Total toll. Aber noch längst nicht alles. Wir sind wieder raus, weil ja noch andere dran waren, aber zwei Versuche weiter wollte manche nicht nochmal raus und wir durften ein drittes Mal! Der Guide hat mich schon die Dolfin-Lady genannt und das hat sich nochmals bewahrheitet: direkt unter uns kreuzten 6 Delfine gemächlich vorbei. Jiiiiiiiiha!
Danach ging es direkt weiter zu den Seehunden. Auf dem Weg: kühle Getränke und Obst (ich hab inzwischen gelesen, dass man das bei anderen Anbietern an Bord kaufen muss – hier nicht, es gab alles umsonst – quasi umsonst, wir hatten ja auch genug vorher bezahlt).
Mitten in der Bucht ist der sogenannte Chinaman’s Hat. Eine kleine Plattform, mit einem Spitzdach darüber. So klein war die dann doch nicht, beim näherkommen durften wir feststellen, dass da ein paar dutzend Seehund drauf Platz fanden! Kleine, große, dicke, dünne… one big family 🙂
Und wir? Mal wieder ab ins Wasser! Hier war die Strömung deutlich stärker, man musste mit den Flossen aktiver schwimmen um beim Hat zu bleiben. Die einzige Anweisung die wir hatten war: nicht zu nah ran an den Hat, sonst könnte es sein, dass ein 300kg Tier auf einen draufplumpst. Hab gehört, das soll sehr unangenehm sein! Also haben wir schön Abstand gehalten, konnten aber trotzdem rundum schwimmen! Die Tiere dort waren alles Männchen, zu alte, um sich zu behaupten oder zu junge, um gegen größere ankämpfen zu können. Einige waren auch im Wasser und so konnte man ganz dicht bei ihnen schwimmen. Einem weiteren Tipp der Instructors folgend, bin ich rangeschwommen an einen Seehund und dann vor ihm abgetaucht. Zuerst hat er sich nicht davon beeindrucken lassen, er war doch grad so schön kopfüber am im-Wasser-hängen aber bei einem meiner weiteren Tauchversuche (übrigens garnicht so einfach, das Neopren gibt guten Auftrieb!) ist der Seehund dann auch eine Runde mitgekommen und mit mir durchs Meer getaucht! Ein Erlebnis, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird! Ich brauch mein Leben lang keine Delfine oder Seehunde mehr im Zoo anzuschauen, schon garnicht, wenn man jetzt miterlebt hat, wie riesengroß ihr eigentlicher Lebensraum ist, das kann kein Aquarium bieten.

Zurück am Hafen gabs dann erstmal eine schöne heiße Dusche und dann ging die Fahrt auch schon weiter. Diesmal saß ich am Steuer 🙂
Auf dem Weg sind wir wieder an tollen Surfstränden vorbeigefahren (den Bells Beach in Torquay haben wir leider nicht mitgenommen, dafür einen anderen Surfstrand in Torquay). Am Strand gibt es häufig lustige wind-gewachsene Bäume, sie haben immer ein sehr grades, sehr dichtes Dach, aber man sieht doch deutlich, wo der Wind in der Regel herkommt 🙂

Auf der Weiterfahrt haben wir auch einige Gleitschirmflieger gesehen, die von den Bergen raus in Richtung Meer geflogen sind.
@Johnny Boy: nur für dich 😉

Nächstes Zeil war eigentlich mal einen Platz für die Nacht zu finden, wir haben einige angerufen oder sind vorbeigefahren, in Aireys Inlet und einem weiteren Ort, haben aber nichts gefunden. In Lorne haben wir dann schließlich ein spätes Mittagessen bei einem BBQ Platz eingenommen. In jedem Ort und immer wieder unterwegs am Strand sind Gasgrills aufgestellt, die man meistens auch kostenlos benutzen kann. Wir hatten uns so Fleischpallets geholt und so gab es legga Burger zu Mittag.
Da die Nachtplatzsuche bei Campingplätzen erfolglos blieb und wir aber auch noch genug Strom hatten, haben wir uns schließlich einen netten Parkplatz in einer Bucht ausgesucht. Wir hatten eine tolle Aussicht und alles andere war ja im Campervan bereits vorhanden. Abendessen gab es dann allerdings im Bus selbst, es war doch ein wenig frisch (da mal wieder seeeeeeehr windig).

2.1. Melbourne – Geelong – Portarlington – Queenscliff

Kilometerstand MEL: 448266
Kilometerstand: 448434

Abfahrt! Jej, endlich „on the road“. Australien, wir kommen!
Da Felix bisher der einzige mit links-Erfahrung war ist er auch erstmal das weitere Stück gefahren, ich muss auch sagen, sehr souverän, vielleicht ein bischen linkslastig (klingt jetzt komisch so, aber tatsächlich fährt man intuitiv eher links in der Spur, da man als Fahrer ja sonst auf der anderen Seite sitzt und den linken Rand eigentlich direkt neben sich kennt).

Raus aus Melbourne, danach erstmal Autobahn fahren. Garnicht so schwer. Allerdings trotzdem noch komisch anzusehen, alle fahren sie falsch… irgendwie. Neben der Autobahn gibt es immer einen Notstreifen, mal breiter, mal schmaler. Und tatsächlich sind hier teilweise auch Fahrradfahrer erlaubt! Auf der Autobahn! Naja, eher neben, aber … krass oder?

Unser erster größerer Stopp war in Portarlington. Hier sind wir auf einen Parkplatz gefahren, ein bischen rumgelaufen (am Strand sind alles nur Surfer und an der Mole sind alles nur Angler – die zwei Hauptsportarten der Austrlier wie es mir scheint!). Zurück am Auto haben wir dann auch zum ersten Mal unseren internen Gasherd getestet. Es gab ganz klassich: Nudeln mit Soße, in der Hoffnung, dass man da nicht allzu viel falsch machen kann 🙂 Allerdings hat sich das Nudelwasser mit dem kochen Zeit gelassen. Aber wer kann schon von sich behaupten, er hätte in seinem Auto gekocht und zudem mit Blick aufs Meer?

Weiter ging die Fahrt nach Queenscliff. Der eine Grund, wieso ich dahin wollte, ist das es an einer fast-schon-Halbinsel Spitze liegt, die die Bay unterhalb von Melbourne umschließt. Der andere/eigentliche Grund war, dass ich in Melbourne im Internet gelesen hatte, dass sie dort „Swimming with the dolfins“ anbieten. Joa und das klang in der Tat äußerst reizvoll („haben will!“).
Die Touri-info war super, bestätigte dies auch und nannte uns bereits den ersten stolzen Preis von 130 Dollar hierfür, aber das sollte mich nicht abschrecken. Also: am Hafen vorbeigefahren und direkt beim Anbieter nachgefragt: jupp, es sind noch 2 Plätze frei für die Tour morgen um 8.30 Uhr. Au spitze! Allerdings hieß das, das wir über Nacht in der Nähen bleiben mussten, sprich wir mussten noch eine „Accomodation“ ausfindig machen, das war eigentlich so nicht geplant 🙂 Also zu einem uns empfohlenen Campingplatz gefahren, die hatten tatsächlich noch einen (genau einen!) Platz für nen Campervan frei für gute 35 Dollar. Wunnerbar, das klappte ja wie am Schnürchen, wenn wir auch die Plätze etwas günstiger eingeschätzt hatten.
Puha, das war geschafft. Danach haben wir noch die zwei Leuchttürme verglichen (der am Hafen: komplett metallen, mit Rundweg zum hochlaufen, gute Aussicht aber kein Stil, der an unserem Campingplatz: schööööööööön.

Am Campingplatz haben wir uns dann auch das erste Mal den Wassertank aufzufüllen versucht… kurz gesagt: Felix hat sich nass gemacht \*g\*

Neujahr

01.01.2011
Was macht man an Neujahr? Länger ausschlafen! Richtig und zwar eine halbe Stunde länger als am Tag davor 😉 Passenderweise konnten wir zum Frühstück ein paar SMS nach Deutschland schicken, denn dann war grad Mitternacht in Deutschland.
Danach sind wir etwas durch die Stadt getingelt und mussten leider feststellen ,dass die Victoria Markets, da Feiertag, geschlossen waren. Stattdessen haben wir ein anderes Geschäft gefunden, ihr dürft raten welches:

Geöffnet war zum Glück das Melbourne Gaol – das ehemalige Stadtgefängnis, das bis 1994 noch in Betrieb war. Hier konnte man an sich alleine umschauen oder auch an zwei Aktionen teilnehmen: einmal wie ein Häftling behandelt zu werden und inhaftiert zu werden und dann noch an einem Gerichtsprozess für „Ned Kelly“ teilnehmen (der letzte Buschbandit – recht bekannt, zumindest hier).
Wir wurden in einen breiten Flur geführt und die Beamtin brüllte ihre Kommandos durch den Gang: „Frauen nach rechts, Männer nach links. Schulter an Schulter! Nicht anlehnen, Ruhe!“

Danach ging es noch in das richtige Gefängnis, mit seinen kleinen Zimmerchen und schmalen Türen. Hinter so ziemlich jeder Tür lauerte eine Geschichte über einen ehemaligen Insassen (wer hat wen getötet, wie wurde wer überführt, wieso war der zum Tode Verurteilte am Ende doch unschuldig und wieso hat es ihm nichts mehr gebracht…). Ganz interessant, allerdings muss ich zum Zimmervergleich sagen: soviel größer ist unser Hostelzimmer auch nicht… zum Glück haben wir allerdings kein Klo IM Zimmer, die Fenster lassen sich öffnen und nen Kühlschrank und nen Fernseher haben wir auch. Achja, und wir können unsere Tür auch von innen öffnen 😉

Sodale, ich würde sagen, das wars mal von heute, wenn ich immer alles zu ausführlich erzähle, dann haben wir ja keinen Gesprächstoff mehr, wenn ich zurück bin 😉
So bleibt noch zu sagen:
Frohes Neues euch allen!

P.S. Jaaaaaaa, die Bilder funktionieren grad alle nicht… nicht wundern! Wir haben derzeit nur Internet von McDonalds und was McDonalds an Qualitaet hat wissen wir ja alle… Hoffentlich aendert sich das bald, geniesst derweil ohne Bilder und stellt sie euch vor!

Silvester

31.12.2010

Wie schon erwähnt war der erste Hauptakt des Tages das Abholen unseres Campervans. Eigentlich war diese Aktion selbst garnicht das besondere. Eher das falsch fahren danach – sprich links! Auf einer Landstraße mit wenig Abbiegen mag das ja nichts besonderes sein, aber mitten in der Stadt damit beginnen? Himmel und Hölle!
Felix hat sich zuerst dran versucht und gleich an der dritten Abbiegung ließ unsere gemeinsame Aufmerksamkeit schon nach – oder anders gesagt, die Intuition gewann bereits wieder die Überhand – und nach dem rechts abbiegen sahen wir auf unserer Spur einen LkW in uns entgegenkommen… das war wohl die falsche Spur, etwas weiter links bitte!

Felix hat sich aber insgesamt ganz gut geschlagen, wir sind auf jedenfall zum Einkaufscenter gekommen (natürlich auch dank meiner genialen Kartenlesekünste frei nach dem Motto, wenn da keine Straßennamen stehen, können wir noch nicht falsch sein!) und haben dann unseren ersten Großeinkauf für unsere Reise tätigen können.

Abends bin ich leider wieder etwas müde geworden – nicht so, dass einem andauernd die Augen zufallen, vielmehr eine gesamte Körpermüdigkeit, man wird komplett unmotiviert irgendwas zu tun, einfach nur hinsetzen ist toll… Felix hatte es glaub nicht leicht mit mir. Aber der Wille das Feuerwerk am Abend zu sehen war wohl ausreichend da \*g\* und es hat sich auch voll gelohnt:
Zuerst haben wir das Kinderfeuerwerk um 21.15 Uhr vom Bahnhof aus gesehen, sind dann gemütlich in die Innenstadt spaziert (vorbei an den tollen Tenniscourts) und haben uns nach einer kurzen Sichtung der Innenstadt für einen Grashügel mit Blick auf die umliegenden Hochhäuser ausgesucht. In Melbourne ist eigenes Feuerwerk nämlich verboten und stattdessen gibt es ein zentralers Feuerwerk von der Stadt. „Ein“ Feuerwerk ist es eigentlich auch nicht, vielmehr gibt es ca. 12 Stellen (meistens auf Hochhäusern) an denen synchron das gleiche Feuerwerk abgefeuert wird. Das macht schon was her, wenn rund um einen herum überall Feuerwerk ist!


Links das Kinderfeuerwerk, rechts ein Ausschnitt vom „Erwachsenenfeuerwerk“.

Danach sind wir noch zum Federation Square und haben der dort spielenden Band noch etwas zugeschaut, bis wir schließlich versucht haben durch die Menschenmenge hindurch zum Bahnhof zu kommen. Überraschenderweise war das alles kein Problem. Es waren zwar viele Leute, aber nicht so wie bei „Das Fest“ in Karlsruhe, sondern viel „luftiger“. Überall ist Platz dazwischen, kein wirkliches Gedränge, Wege sind gut markiert, überall stehen Helfer, die einem den besseren Weg weisen oder zum Beispiel vor der Treppe zur Metro immer wieder den Weg versperren, wenn auf dem Bahnsteig bereits zuviele Leute sind. Hut ab, die sind verdammt gut organisiert, ich bin/war beeindruckt! Lediglich das generelle Alkoholverbot ist so ein bischen schade gewesen 🙂

TAB

Juhu, gleich haben wir unser Autole… und hier haben sie kostenlos Internet 😉

Gestern durch Melbourne getingelt, versucht wachzubleiben, war schier schlimmer als in Shanghai! Nettes Hostel, nah an der Metro, Metro sehr verwirrend (sitze in ner Bahn, weiss nicht welche Linie man drin sitzt oder keine Haltestellen auf Plaenen eingetragen und in der Bahn nicht angesagt… ganz lustig). Abends dann noch am Strand bei Sonnenuntergang und bereits 2 Pinguine gesehen, die dort unten an den Steinen leben… kewl!

Sodale, Felix zahlt noch… mal noch nach weiterem Weg schauen.

Da ich nicht vorher zu kommen werde, hier schonmal:
HAPPY NEW YEAR!

Nachtrag (um einigermassen im Zeitstrahl zu bleiben)
Noch zwei kleine Nachträge zum Ankunftstag:

1. Shanghai hatte mich übrigens wirklich geschafft. Falls es das Wort „schlaftrunken“ noch nicht gibt, würde ich es hiermit gerne einführen. Ich war sowas von körperlich müde und nicht mehr auf dem Damm… die Gangway zum Flugzeug hat geschwankt wie blöd, ich hätte es schier nicht mehr ins Flugzeug geschafft und hab mir dort erstmal diese schönen Papiertüten zurechtgelegt. Hab sie zum Glück aber nicht gebraucht, sondern konnte tief und fest schlafen.

2. Nachdem ich später wach war, konnte ich draußen tolle Bilder anschauen, fliegen ist einfach toll!


Das zweite ist vermute ich Wüste.

3. Bei der Ankunft am Flughafen in Melbourne darf man (wie vermutlich überall) so tolle Einreiseformulare ausfüllen und da ich meine Wanderschuhe am Schluss eher noch spontan in den Koffer getan hatte, hab ich natürlich nicht dran gedacht, dass Australien sehr strikte Regulierungen für die Einreise hat: man darf keine Gegenstände aus Holz mitbringen, kein Essen (meine 2 Äpfel hab ich nach dem Aussteigen direkt dem Mülleimer übergeben… ich hatte sie schlichtweg vergessen) und vorallem: keine Erde oder kein Sportzeugs, das mit „freshwater“ in Verbindung gekommen ist. Nunja, die Wahrscheinlichkeit, das an meinen Wanderschuhen noch Dreck dran ist, hab ich mal als nicht gerade klein eingestuft und deshalb lieber angegeben, dass ich „hiking boots“ hätte, die vllt Dreck dranhaben. Also ab in die Schlange derer, die nicht nur „no’s“ auf der Karte angekreuzt haben. Der nette Officer meinte schließlich: „Probably just walking shoes, right?“ – Ich: Ja klar, nur Laufschuhe, letzte Mal schon länger her, dass ich die anhatte (stimmte ja soweit)… Wie auch immer, ich musste meine Schuhe nicht rausholen, der Koffer blieb zu und ich durfte mich in die Q-Line einreihen (Quarantäne vermutlich). Dort hieß es dann Koffer abstellen, Handgepäck auf den Boden, dann lief der kleine süße Hundi vorbei. Schnüffelte kurz hier, kurz da, an uns vorbei, dann wieder zurück, schließlich eindringlicheres schnüffeln an meinem Rucksack und dann setzt er sich doch glatt neben meinen Rucksack!
Man könnte jetzt vermute, die Situation sei „gefährlich“ oder „ich-fühl-mich-wie-ein-Verbrecher“ gewesen, aber so war es in Melbourne überhaupt nicht. Die Beamte waren supernett und erstmal gabs eh ne Runde Applaus und ein Leckerli für den Hund, weil er das so toll gemacht hat. Alle haben sich gefreut und zu mir wurde nur gesagt, ich hätte ja vermutlich vor kurzem da Obst drin gehabt, das der Hund jetzt gerochen hätte? – Tatsache, der Hundi hatte Recht, wir erinnern uns an die 2 Äpfel… faszinierend der Hund!
Nachschauen in meinem Rucksack wollte übrigens auch niemand, die haben mir meine Aussage einfach geglaubt! Wir durften weiterlaufen und waren dann auch schon direkt draußen 🙂

4. Abends sind wir schön unkompliziert in die Innenstadt und nach einiger Metrofahrplan-studiererei (wir können das ja jetzt, wir sind fertig studiert *g*) auch gut zu unserem Hostel gekommen. Anschließend folgte die erste Tour-de-Melbourne und eine kleine Einkaufsrunde. Um uns (vorallem mich) weiterhin wachzuhalten, sind wir abends dann noch nach St. Kilda an den Strand gefahren. Passend zum Sonnenuntergang waren wir dann unten am Strand und konnten uns des schönen Anblickes erfreuen. Am Ende einer Mole waren standen sehr viele Leute herum und schwenkten ihre Fotoapparate. Da gibts was zu gucken – nichts wie hin! Einfach toll: da saß ein kleiner süßer Pinguin! Rundherum standen freundliche „Protect-the-penguins“-Leute in orangenen T-Shirts, die jedem erzählten, was es hiermit auf sich hat. Anscheinend leben hier 12 Pinguinpäarchen zwischen den Steinen am Ende der Mole und abends kommen die fischenden Pinguine heim um ihrem beim Nest gebliebenen Partner Futter zu bringen. Und wenn der Nestpartner es drinnen nicht mehr aushält, dann wartet er halt draußen auf den „Zuspätkommer“.

Kurz darauf kam noch ein zweiter Pinguin raus um frische Luft zu schnappen. Die Pinguine darf man nicht mit Blitzlicht fotographieren, da sie sonst davon gestresst werden. Deshalb haben die orangenen Helfer mit Rotlichttaschenlampen auf die Pinguine geleuchtet, damit wir sie sehen konnten. Pinguine in freier Wildbahn, die auch ihr eigenes Futter suchen und ihr Nest selbst einrichten, aber doch genauso begafft werden wie im Zoo 🙂

Shanghai Pudong

Shanghai Pudong

Zeitig am Frankfurter Flughafen gewesen, direkt am Check-In Schalter anstellt, vor uns hatte sich bereits eine kleine Schlange gebildet, so langsam entwickelte sich (zu unserer Genugtuung) ebenfalls eine Schlange, die sich langsam aber gemächlich durch den halben Airport schlängelte.
Unser Glück war, dass wir uns im vorderen Bereich der Schlange befanden, das der Grund hierfür allerdings nicht nur das „eher“ drankommen war, erfuhren wir erst später. Kurz nachdem wir wegwaren, wurde anscheinend ein Gepäckstück alleinstehend gefunden und Bombenalarm ausgelöst, sprich das Gebiet um die Check-In Schalter wurde großräumig abgeriegelt und Röntgengerät und Spürhunde eingesetzt. Insgesamt hat es wohl nicht länger als ne halbe Stunde gedauert, aber wer vorher schon über 1h dastand wird seinen Spaß gehabt haben.

Die anderen Passagiere um uns herum: mindestens zur Hälfte Chinesen. Wen wunderts, geht unsere Flugverbindung doch über Shanghai (mit grandiosen 12h Aufenthalt). Altbekannt und mal wieder bestätigt: Chinesen haben stets verdammt viel Handgepäck dabei! Wieso da nie jemand meckert, hab ich mich bisher immer gefragt. Wir bekamen beim Check-In sogar extra Bändel um unser Handgepäck als solches zu kennzeichnen. Diesmal jedoch hatte eine Chinesin bei der letzten Kontrolle vorm Gate aber Pech: sie hatte zuviel Handgepäck und durfte nicht mitfliegen. Ihr zettern hat man noch etwas länger gehört…

Der Flug an sich war pünktlich, das weitere boarden ohne Probleme, wir saßen in der zweiten Economy-Reihe. Allerdings folgte nach dem Bombenalarm nun ein Babyalarm: kleiner, blonder, für die Stewardessen „absolut süßer knuffiger drolliger… Junge“ (so genau haben sie es nicht gesagt, sie haben stets nur Chinesisch mit dem Jungen geredet, aber der Gestik, dem Verhalten, den vergötternden Augen war dies doch sehr deutlich zu entnehmen). Man konnte nicht starten, bevor nicht jede Stewardess den Jungen einmal auf dem Arm gehalten hatte!
Solche Kleinfamilien werden übrigens in die mittlere, erste Reihe gesetzt. Dort kann an der Wand vor ihnen dann nämlich ein Babyreisebettchen befestigt werden, in dem das Baby den Flug über schlafen kann (sofern es das will – unser kleiner Junge wollte die ersten 2-3h nicht!).

Der Flug war unspektakulär, gab gutes Essen und Filme auf Chinesisch mit englischen Untertiteln, ich hab sie nie von Anfang bis Ende geschaut, es war nur ein gemeinsames Entertainment-System. Wir haben versucht unseren Schlafrhythmus bereits dem australischen anzupassen, sprich um 17 Uhr deutscher Zeit hieß es: Äuglein zu und schlafen. 2h hab ich tatsächlich geschafft (hatte Schlafbedarf angesammelt), danach war es mehr ein Lesen und dösen.

3 Uhr morgens in Deutschland – Wir stehen im Stadtzentrum von Shanghai!

Ja wie, wolltet ihr nicht nach Australien fliegen? Ja klar! Aber dank einiger Mitflieger hatten wir erfahren, dass man vermutlich mithilfe seiner Boardingkarte für den Rückflug nach China „einreisen“, sprich eine Runde nach Shanghai drehen darf. Dies klappte auch und so haben wir uns mit 3 weiteren Mädels auf den Weg nach Shanghai Zentrum gemacht. Wie geht das am besten? Na klar, Maglev ist hier das Stichwort. Der Transrapid, der 7min zum Stadtzentrum braucht und auf dem Weg eine Höchstgeschwindigkeit von 431km/h erreicht. Man göhnt sich ja sonst nichts…

Also hatten wir einen (fast) kompletten Tag in Shanghai vor uns und das Ziel einige schöne Sachen zu sehen und dabei die ganze Zeit wachzubleiben, da dies der Zeitumstellung mal wieder dienlich ist. Los gings über die Nanjing Road, vorbei an all den Uhren/Taschen/Sonstiges-Verkäuferin, die einen permanent anquasseln und über all die Ampeln auf dem Weg, ganz gleich welcher Farbe (so halten es beide Seiten: grün und rot-Haber… einfach fahren, hupen und weiterlaufen/-fahren, als sei man absolut im Recht). Bis zum Bund sind wir gelaufen, von dort aus die Skyline von Shanghai bewundern können und schließlich am Huong Po (schreibt man den so? =gelber Fluss) entlang zum Yuyang Park gelaufen.

Der Weg führte uns durch viele kleine authentische Straßen, wobei wir hier auch anhielten um ebenso „authentisch“ zu Mittag zu essen: „Restaurant“ (sprich aus-der-Garage-Essen-Verkaufsstand) mit nur chinesischer Karte, kleine Klapptische mit Plastikhockern als Sitzgelegenheiten und natürlich direkt an der Straße, auf der eigentlich keine Autos fahren durften, eigentlich!

Der Eintritt für den Yuyang Park war schließlich aber komplett sein Geld wert. Ein schöner Park, typisch chinesische Häuser (geschwungene Dächer), die direkt in Stein übergingen, der umgeben war von einem kleinen Teich mit Riesenfischen. Sehr schön. Vorher draußen hatte ich mir noch eine Kugel Eis gegöhnt (Haagen Däzs – legga!). Ein kurzer Preisvergleich: 1€ hatte die Suppe gekostet (genauer glaub 80ct…), 3€ eine Kugel Eis! Hat sich Felix königlich amüsiert 😉

Sehr süß war dort übrigens auch die Putzfrau des Parks: mit dem Wischmop über Stock und Stein!

Um den Rest kurz zu fassen und es hier im Text nicht noch auszuarten lassen: mit der Metro dann noch auf die andere Flussseite gefahren und während 2 der Mädels noch in den Perl-Tower hochgefahren sind, hat Felix Postkarten gesucht und wir zwei übrigen haben unsere Füße und Schultern ausgeruht. Danach gings wieder zur Maglev-Station und wieder zurück zum Flughafen. Grad noch kurz Heckmeck gehabt, eine hatte zweimal eine Boardkarte für FRA-PVG und keine für PVG-Sydney bekommen, dann wurde eine andere bei der Passportkontrolle rausgezogen, durfte aber wieder weiter ohne Begründung, dann noch ein paar Sicherheitskontrollen und nun sitzen wir am Gate, der Strom geht langsam zur neige und das Internet ist aber kostenlos, ich hoffe wir können dies hier gleich noch hochladen…

Nächster Plan: ab ins Flugzeug und schlaaaaaaaaaaaafen, endlich! Wir haben ja jetzt quasi eine Nacht durchgemacht…

Fahrrad-Schlittenfahren

Fahrrad-Schlittenfahren – Es ist nicht ganz bildlich gemeint, also zumindest sieht das Fahrrad immernoch wie ein Fahrrad aus… lediglich die Fortbewegung, die ähnelt doch eher dem schlitternden fahren.
Da hats doch der liebe Herr Petrus so gut mit uns gemeint und uns schöne weiße Weihnachten beschert (30cm Schnee im Garten sind ultralustig, besonders, wenn man dann die Katzen von Schneeloch zu Schneeloch hüpfen sieht… und immer wieder verschwindet die Katze ;-)). Nun war das Wetter aber zudem noch so bitterkalt, das uns der ganze Schnee immernoch erhalten geblieben ist, was dazu führt, dass wenn man im Moment raus auf die Straße will, den Fuß sehr vorsichtig aufsetzen sollte es sei denn man steht auf Gipsbeine: in unserer Straße und den Nebenstraßen sieht man keinen Asphalt mehr. Ist zwar eine schöne Abwechslung zur grauen Stadt, auf einmal alles ganz in weiß getaucht, aber mit dem Fahrrad über mehrere cm-dicke Eisplatten, ein Wagnis und wer wäre ich, dass ich das nicht eingehe (ja Mom, jetzt ist der Moment, um die Hände über den Kopf zusammenzuschlagen!).

Allerdings wollte ich doch mal meine ADAC-Mitgliedschaft ausnutzen und da wir morgen nach Australien fliegen (sofern die Flieger fliegen), wollte ich noch „schnell“ Kartenmaterial vom ADAC besorgen. Also einmal quer rüber fahren. Wer selbst einmal in diese Situation kommen sollte, hier ein paar Tipps:

1. Helm aufziehen! Zumindest kann ich mir vorstellen, das ihn aufzuhaben beruhigen könnte, sicher bestätigen kann ich das aber nicht…
2. Wenn das Eis recht glatt und nicht zu abfallend ist, schön sitzen bleiben und ruhig weiterfahren, keine hastigen Bewegungen!
3. Ist das Eis eher löchrig, hubbelig, dann „aufstehen“ und Gewicht nach vorne verlagern, dadurch hat mein deutlich besseres Lenkvermögen und das Hinterrad kann frei hin und her springen, man fährt jedoch sicher weiter.
4. Ab und zu die Hände lockern, die ganze Zeit die Griffe zu umklammern führt sonst schnell zu Verkrampfungen 😉
5. Sicher fahren.

Sodale, das wars für heute, ab morgen oder die Tage lohnt es sich hoffentlich wieder öfters in meinen Blog zu schauen, ich werde von unserer Australienreise immer mal wieder berichten!
Dazu passend: gute Reise an Joachim, guten Flug (auch wenn du schon drin sitzt/schon da bist) und schreib mal was von Indien 😉

Es war einmal…

Da schnalzte der Korken von der Sektflasche hoch in die Luft und fiel vom Dach des Allianzgebäudes runter auf die Straße… herrlich, muss man einfach mal gemacht haben! Wobei wohl einzig und allein ein fertiges Studium ein trifftiger Grund sein dürfte 😉
Danke an die FS-Leute, fürs mich empfangen nach meiner Prüfung und fürs Bangen mit mir, was es denn nun wird…

Im übrigen möchte ich hiermit alle Kaffee-Trinker auslachen, die mir schon früh nahe legten, doch mal mit dem Kaffee trinken anzufangen, ich würde es noch brauchen werden (coole Grammatik-Konstruktion oder?). Nein, Kaffee schmeckt einfach nicht, auch nicht versüßt oder als „Zucker-mit-Kaffee“ Variante! Nur wollten das die besagten Kaffee-Trinker so nicht glauben: „Irgendwann in deinem Studium wirst du mit dem Kaffee trinken anfangen, um wach zu bleiben. Spätestens bei der Diplomarbeit…!“ Tut mir leid euch zu sagen, die habe ich bereits im Juli abgegeben und seither keinen Tropfen Kaffee getrunken. „Spätestens beim Ende deines Studiums…“ Auch hier darf ich euch mitteilen: Ich habe mein komplettes Mathe-Studium OHNE EINEN TROPFEN KAFFEE geschafft und nein, es gab kein Ersatzsubstrat…

FERTISCH!

Singflut -> erster Auftritt!

Vor noch nicht allzu langer Zeit haben wir eine kleine Acapella-Gruppe mit Namen *“Singflut“* gegründet, bestehend aus Studis und Mitarbeitern. Am kommenden Sonntag steht nun unser erster Auftritt bevor! Wuuuuuuuuhu!

Vermutlich darf noch keine Perfektion von uns erwartet werden, aber je mehr Freunde und Bekannte kommen, desto geringer ist die Nervosität und besser der Auftritt! Ich würd mich freuen, wenn möglichst viele vorbeikommen, das wird ne Mords-Gaudi!!!

2. von 3 Pruefungen rum

Viel zu erzählen gibts nicht, aber da mir inzwischen sehr viele Leute zum bestandenen Studium gratulieren wollen: noch EINE Prüfung (zwei sind schon rum)! Am *15.12.* so um die Mittagszeit rum, so lange müsst ihr es mit euren Glückwünschen noch aushalten. Ich hoffe ich mute da niemanden zuviel zu! 😛

Achja und drückt mir die Daumen, dass ich diesmal meinen gelben Prüfungszulassungszettel nicht wieder daheim vergesse… immerhin konnte ich so rausfinden, wie lange ich vom Institut (4. Stock) – mit dem Fahrrad nach Hause, hoch (3. Stock), Zettel holen, runter, Fahrrad zum Institut, rauf in den 4. Stock – brauche. Um viertel vor 2 fiel mir nämlich ein, das besagter gelber Zettel noch daheim lag. Da ich lieber nicht riskieren wollte, dass die Prüfung dadurch verschoben wird, bin ich lieber losgeflitzt. 5 Minuten vor 2 war ich übrigens wieder da! Um Punkt 2 kam dann mein Prüfer auch gerade vom Mittagessen, meinte er braucht noch 5min… das war mir sowas von Recht! Ich musste mich erstmal beruhigen \*g\* Hat aber zum Glück alles wunderbar geklappt.