Sommer 2014

Dieser Sommer war sehr voll, Veränderungen bei der Arbeit und eben viiiieeel drumherum (ihr kennt mich ja). Nachdem die erste Hälfte des Jahres mal wieder mit Hochzeiten (aus allen Himmelsrichtungen: meine Verwandtschaft in Köln, Felix Verwandtschaft heiratete in Budapest, Kollege heiratete im fränkischen) und Geburten geprägt war…


(zugegeben, einige der Hochzeiten und Kiddies sind noch vom Vorjahr)

… waren in der zweiten Jahreshälfte (bis jetzt) nur hin und wieder vereinzelte Aktionen angesagt. Siehe die entsprechenden Blogeinträge aus der Reihe „Sommer 2014“!

Premium-Osterfahrt

Wandern am Moselsteig
Der folgende Text sind Abschriften aus dem Fahrtenbuch dieser Fahrt. Die jeweiligen Autoren stehen kursiv unter dem von ihnen geschriebenen Text. Fotos folgen noch!

Karfreitag, 18.4.2014
5 Silberburger, 4 Antaresianer, 1 Pfadfinder-auf-Probe, 5 Jungs, 3 Mädels und 2 Gitarren – 8 Leute also, die gemeinsam auf Fahrt gehen wollten.
Davon trafen sich 7 Karfreitag früh um 9 am Karlsruher Hbf um mit Jens VW-Bus nach Wiltingen zu fahren. Dort trafen wir auf Balli, unseren 8. Mann, stellten den Bus ab, verteilten das Essen und liefen los. Erstmal schlängelte sich unser Weg bergauf durch die Weinberge, bis wir schließlich am höchsten Punkt ein sonniges Plätzchen mit toller Aussicht fanden – der ideale Mittagessenplatz. Verschiedene Brotsorten, Gouda, Camembert, Salami, diverse süße Brotaufstriche, Trauben und sogar Lachs – Älterenfahrt ist schon was feines! Nach der geruhsamen Mittagspause folgten wir weiter unserem Weg bis wir schließlich in Konz endlich auf die Mosel trafen und nach einer Uferquerung auch schließlich auf unseren gewählten Pfad, den Moselsteig stießen. Leider verließ uns dort auch bereits die Mosel und wir folgten mal asphaltierten, mal kleineren Schotterwegen über Felder und durch Wälder.
Unser zuerst angepeiltes Tagesziel, eine Schutzhütte ließen wir dann doch rechts (links) liegen, da sie zu nahe an einer Straße lag und liefen noch ein Stück weiter in Richtung einer Quelle und setzten unsere zwei Antares-Lagerplatzspürhunde ein, um einen schönen Lagerplatz zu finden. Dieser war eine schöne Wiese abgeschirmt durch Büsche und direkt am Waldrand, welcher ein zu sammelndes Holz und zu Ballis höchstem Glück auch trockenes Eichenholz enthielt. Die Kohte mit Erdstreifen wurde aufgebaut und als die Wasserholer von den Wasserpfeifenrauchern zurückkamen brannte auch schon das Feuer. Die kulinarische Auswahl des Abends waren Maultaschen in Brühe mit geschmelzten Zwiebeln und Bacon. Dank der Eiche heizte uns das Feuer gut ein und so saßen wir noch länger gemütlich ums Feuer, sangen, tranken Wein und diskutierten wie schon den ganzen Tag über, was das bündische Sein beinhaltet und was nicht. Meinungen trennten sich hier bei Stirnlampe vs. Kerzen oder Faltlaternen, Plastikrucksäcken vs. Affen, „Plastikfell“ (=Isomatte) vs. Fell und, und, und.
Jedenfalls ein toller, geruhsamer Abend und da ob des schönen Wetters Zz und Andi draußen schliefen, war in der Kohte zu sechst mehr als genug Platz!
Mareike

Karsamstag, 19.4.2014
Gegen 9 Uhr kriechen die ersten aus den Schlafsäcken. Schnell ist Feuer gemacht und schon bald kocht das Wasser für Kaffee und Tee. Ein reichliches Frühstück (mit Premium-Müsli) stärkt uns für den Tag. Nachdem die Kohte abgebaut ist, Rücksäcke gepackt sind, Affenrollen gewickelt sind und die Feuerstelle renaturiert ist, wandern wir los in Richtung Trier. Die Sonne kommt noch nicht richtig durch und der Wind ist frisch. Im Café „Mohrenkopf“ lassen wir uns mittags auf der Gartenterasse (mit Moselblick) nieder und lassen es uns bei Kaffee, heißer Schokolade und Kuchen gut gehen.
Steile Wege und Treppen führen uns hinunter nach Trier. In der Altstadt erwartet uns pulsierendes Leben. Bei dem inzwischen herrlichen Sonnenschein herrscht in den engen Straßen und auf den Plätzen dichtes Gedränge. Mittels Aldi-App und Nachfragen steuern wir einen Aldi an. Zz und Marc kaufen ein und kommen mit einem gut gefüllten Einkaufswagen heraus, dessen Inhalt schnell auf die Rucksäcke verteilt ist. Balli und ich widmen uns dem Weinkauf: Darunter ein „Karl-Marx-Wein“ aus dem Geburtshaus von Karl Marx.
Vorbei an der Porta Nigra geht es weiter zum Bahnhof. Hier nehmen wir den Zug nach Ürzig. An einem kleinen, etwas heruntergekommenen und einsamen Bahnhof steigen wir aus. Die Schilder „Zugang Moselsteig“ weisen uns den Weg. Nach 1 oder 2km biegen wir in ein Waldstück ab. Inmitten hoher Buchen finden wir einen idealen Kohtenplatz: Weicher Laubboden, bestes Brennholz, ein kleiner Bach. Schnell ist die Kohte aufgebaut, das Feuer brennt und der Risotto wird zubereitet. Auch der kleine Bachlauf wird mit einer Holzrinne optimiert.
Bei vielfältigen lokalen Weinen (Riesling und Karl-Marx-Spätburgunder) klingt der Abend aus. Von Ferne hören wir die Osterglocken läuten. Trotz knarrender Bäume und zahlreichen anderen Geräuschen aus dem dunklen Wald schlafen einige draußen.
Jens

Ostersonntag, 20.4.2014
Kaffee, Earl Grey Tee & Pfefferminztee – mit der Eichenholzglut hatten wir das Nachtfeuer schnell wieder in Schwung gebracht. Auch Andi & Zz waren entgegen anderslautender Gerüchte nicht von Zombies angefressen, und konnten sich daher auch am ausführlichen Frühstück, wieder mit Premium-Müsli, beteiligen. Über unseren Aquädukt am Bach ging es dann durch den Wald den Berg hinauf zum Aussichtspunkt, an dem wir, wie von Basti gewünscht, das (zweite) Frühstück einnehmen wollten. Ich sag auf dem Weg zum ersten Mal in meinem Leben ein frisch gerodetes Feld, das ein mutiger Bauer mitten im Wald angelegt hatte. Uns freute es, denn der neue Zuweg war frisch planiert. Noch ein paar Schritte durch den Eichenwald, dann lag die malerische Moselschleife unter uns. Im Modelleisenbahn-Blick hatten wir: Einige Frachtschiffe, ein paar Schieferdachdörfer, eine Brücken-Baustelle zu einer ziemlich massiven Moseltalbrücke, Motorrad-Geknatter im Tal und das blaue Mosel-Band.
Nach einem Acht-Personen-Nicht-Selfie trotteten wir durch weitere Wälder (Eiche übrigens), und wünschten uns eine Baumbestimmungs-App für die Feinbestimmung der Eichen.
Wir beschlossen, durch Weinberge zum nächsten Café im Moseltal abzusteigen. Um den Kuchenkonsum etwas einzudämmen, hielten wir kurz vor dem Dorf in einer Weinbergschleife ein Mittagessen ab (das erste dieser Fahrt?). Es gab entsprechend reichhaltige Auswahl. Satt gings zum Café, aber eine Sacher-Torte passt immer noch rein, und ein Radler auch. Von so viel Zivilisation ermattet hielten Mareike und ich kurz die Hände in die Mosel, dann gingen wir den Weinberg wieder hoch. Die Premium-Fraktion direkt senkrecht hoch, die Fußkranken in Auto-Schleifen. Am nächsten Mosel-Tal-Aussichtspunkt sahen wir die nächste Moselschleife.
Lagerplatzsuche: Das wurde schwierig, da alle Brunnen abgesperrt waren, und die Wiesen keinen Moselblick aufwiesen, dafür Straßenlärm. Da überzeugte/überredete ich die anderen, noch ins Tal abzusteigen. Dort gab es dann zwar Wasser, aber es war recht sumpfig und steil. Zum Glück fanden Andi und ich bachaufwärts eine Einbuchtung am Hang am Ende eines aufgelassenen Weges. Premium, aber etwas schief, und zu klein für eine Kohte. Macht nichts, es regnet eh nicht (laut Wetter-Fee-App von Marc). Mit Mareikes Feuerschale (Modell Penner) war ein Eichen-/Buchenfeuer schnell entfacht. Ich monierte allerdings, dass die Eichen etwas morsch waren. Brannten trotzdem.
Zz fand in der Nähe ein Wasserfallbecken, an dem man besonders leicht die Töpfe mit Wasser füllen konnte, wenn man den Weg dorthin unter mehreren Baumstämmen durch geschafft hatte. Zz & Jens kochten Premium-Tortellini (aber Jens Beitrag bestand im Abgießen, was aber Basti sehr beeindruckte). Wir schafften fast den gesamten 8-Litertopf leerzuessen. Ein Käuzchen unterhielt sich länger (mit) uns, wobei es auf Andis Lockschreie besonders ansprang. Da sangen wir lieber ein paar Lieder, in die das Käuzchenschreien passt, wie den Piet, Fronleichnam und „Dat du min Levsten büst“. Passend kredenzten wir den „Abt“-Wein aus dem Ahrtol.
Da fing es an zu regnen. Als Mareike im Wald verschwunden war. Was aber, wie sich herausstellte, nichts miteinander zu tun hatte. Leichte Panik machte sich breit, außer bei dem „Über-Premium“ Pfadi Jens, der uns verkündete, dass dies ein vereinzelter Schauer sei. Was es auch war, bald blinkte wieder der „große Wagen“ durch das Blätterdach.
Nachdem auch unsere zwei Wein-Stöcke langsam zu Glut geworden waren, krochen wir einer nach dem anderen in die Schlafsäcke, an mehr oder weniger geraden Teil-Abschnitten des Platzes (Andi wie immer am Außenplatz, zur Begrüßung etwaiger Gruselgestalten).
Balli

Ostermontag, 21.4.2014
Die Sonne schien und ich (Paloma) öffnete meine Augen. Der Premium-Schlafplatz war noch schöner anzusehen wie abends, ich drehte mich dann um und schlief weiter, weil alle noch so tief und fest am schlafen waren. Als ich das nächste Mal aufwachte, stellte ich fest, dass es schon halb zehn war, Mareike war weg und Basti lachte (wie immer). Wir schälten uns alle aus dem Schlafsack und machten uns bereit um Feuer zu machen und Wasser zu holen. Mareike tauchte dann auch wieder auf und erzählte dann, wie schön es unten am Bach, mit den Ablagestellen für die Waschutensilien, war.
Nachdem das Feuer brannte, Kaffee und zwei Sorten Tee fertig waren, fingen wir an ausgiebig in Premium-Qualität zu frühstücken. Tapfer aßen wir die leckeren Tortellini vom Vorabend auf. Zum Frühstücksnachtisch gab es weiße Ostereierschokolade.
Als wir mit dem ausgiebigen Brunchfrühstück fertig waren, packten wir unsere Sachen und sattelten uns zum weiterwandern. Die erste Etappe war querfeldein: durch den Wald den Berg hoch Richtung Straße. Von dort aus liefen wir Richtung „Bengel“, um dort den Zug Richtung Trier zu nehmen. Wir liefen ca. 2km nach unten, um einen Höhenunterschied von 250m zu überwinden. Dies ging logischerweise stark in die Beine. Paloma humpelte die ganze Zeit hinten und löste damit Mareike in der Position ab. Die ganze Gruppe wartete schon unten im Ort „Bengel“, als die humpelnde Paloma mit Marc endlich auch ankam. Den geplanten Zug nach Trier hatten wir verpasst, somit legten wir uns einfach mitten auf eine schöne Blumenwiese und sonnten uns ein wenig und aßen mal wieder Schokolade.
Um 13:46 Uhr nahmen wir dann den Zug nach Trier und stiegen dort in den Zug nach Wiltingen. Während der Zugfahrt fing es auch an zu regnen, aber nur kurz.
Als wir aus dem Zug ausgestiegen waren, liefen wir schnurrstracks zum roten VW-Bus von Jens. Alle packten ihr Essen aus den Rucksäcken aus und packten es in einen Korb. Komischerweise war der Korb genauso voll gefüllt, wie wo wir losgelaufen sind. Hatten wir überhaupt etwas gegessen?
Naja, alle Rucksäcke ins Auto plus alle stinkenden Pfadis und los ging’s Richtung Heimat = Karlsruhe. Nach einer sehr kurzen Fahrt mit dem roten VW Bus hielten wir an, um eine zweite Frühstückspause einzulegen. Das geeignete Plätzchen wurde schnell gefunden, es lag direkt an der Saar auf einem Damm. Somit wurde das viele Essen aus dem Korb doch noch vernichtet. Nach dem Essen nochmal alle schnell aufs Klo oder eher nochmal ab in den Busch und dann husch, husch, ab in den VW Bus und los Richtung Heimat.
Während der Fahrt zurück hat Mareike alle Ausgaben zusammen gerechnet und durch acht Pfadfinder wieder geteilt. Alle haben gleich vor Ort (im roten VW-Bus) bezahlt und somit ist unsere „Premium-Fahrt“ fast am Ende.
Ca. 18 Uhr, leider sind wir noch nicht da, sind bei Pirmasens (B10) in einem Stau gelandet. Alle sind hundemüde, aber müssen wohl oder übel noch durchhalten.
Paloma

Biathlon – die Folgetage

Tatsächlich war die Tage drauf die Sicht auf die Schießscheiben meistens ungestört, zumindest immer dann, wenn wir Schießtraining hatten, es gab durchaus auch nochmals Schnee. Die Tage bestanden zumeist aus Skilanglauftraining vormittags und Schießtraining nachmittags. Wer nämlich glaubt das die Skating Technik einfach sei, der sollte mal einen Skilanglaufkurs besuchen. Die ersten zwei Vormittage haben wir nur den kurzen Skatingschritt gemacht. Was es dazu alles an Vor- und Zwischenübungen gibt – faszinierend! Mal mit nur einem Ski links, dann nur rechts, dann mit Skiern aber ohne Stöcke sich durch die Landschaft bewegen, Arme dabei große Kreise in die Luft zeichnen lassen, dann weiter ohne Stöcke Froschsprünge machen OHNE hinzufallen… wir wurden von Isidor, dem einen Skilehrer, auf Trab gehalten! Und was man so alles falsch machen kann, ebenfalls faszinierend 😉

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Nachmittags ging es dann mit Gerhard auf die Schießbahn. Das ging erstaunlich gut. Zu Beginn starteten wir wieder mit liegend schießen, wobei die Waffe auf einen Block abgelegt wurde und die Zielscheiben noch auf „groß“ eingestellt waren: Kreise mit 11,5cm Durchmesser, auf die die Profis im Normalfall nur im Stehen schießen. Aber wir sind ja keine Profis! Mit diesen vereinfachten Maßnahmen ging es fast schon zu einfach. Wir haben nach 2 Serien (à 5 Schuss) dann bereits eine Serie ohne Block geschossen und sind dann flugs zum Stehend schießen übergegangen. Mit Ruhepuls waren wir uns hier schnell einig, dass wir unsere bisherige 5 Treffer Serie zugunsten einer 3 Treffer Serie beenden konnten.

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In den Folgetagen haben wir uns insofern noch gesteigert, als dass wir zum einen mal mit erhöhtem Puls nach einer Runde (Skilang)laufen an die Schießbahn kamen, mal die Waffe mitnehmen durften auf die Runde und im Liegend schießen sowohl die kleinen Scheiben (4,5cm), als auch der Riemen zum besseren Halt der Waffe hinzukamen. Wer ein Erfolgserlebnis beim Schießen braucht: mit Riemen und Ruhepuls kann die Scheibe noch so klein sein, jeder Schuss ein Treffer!

Insgesamt auch nicht zu unterschätzen, der Prozess, wie man die Waffe vom Rücken herunternimmt und in Schussposition geht. Beim anfahren Schneeklappe auf, in die Knie gehen, Waffe mit rechts greifen, herumziehen, mit links greifen, nach vorne legen, Magazin wechseln, Anschlag reinschieben, grob die richtige Bahn anpeilen, tief ausatmen, zielen, los geht’s!

Nach dem Training haben wir uns ein paar Mal mit unseren Skilehrern im lokalen Restaurant/Cafe auf ein Schneewittchen getroffen, um Olympia im Fernsehen anzuschauen – zB. das Verfolgungsrennen der Herren (Biathlon, na klar). Ein Heidenspaß 🙂

Abends dann Dampfbad und Gegenstromanlage im kleinen aber äußerst schönen Pool, danach stets ein tolles Abendessen und Ausklang des Abends an der Bar oder wie es sich für einen erholsamen Urlaub gehört: früh und freiwillig ins Bett, die Kondition wurde täglich gefordert!
Mittwoch hatten wir vormittags frei – Ausruhen vom Sport. Nachmittags war dann eine Schneeschuhwanderung angesagt. Auch wenn diese nicht wie vor 2 Jahren hoch auf den Staller Sattel ging (was eine ziemlich lange Schlittenabfahrt bedeutet hätte), sondern quer über die Loipen hoch in eine andere Richtung, so war auch diese wieder echt schön, mitten durch den Wald, dann super Ausblick auf die Bergketten und Erklärungen zu Bäumen und Natur ringsum.

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Am letzten Tag war dann als Abschluss ein Gaudi-Rennen angesagt. Die Regeln stellten wir selber auf: 3 Teams à 3 Leute, Start am Schießstand, über die Stadion-interne Brücke, dahinter direkt scharfe Linkskurve und außen herum von der anderen Seite in den Schießstand einlaufen und Schießen. Insgesamt 3 Runden für jeden mit freiem (=ohne Riemen) Liegendschießen auf die großen Scheiben.

Da mein Team das einzige ohne Skilehrer war und die Anfangsläuferin eine doch recht hohe Strafrundenaffinität hatte, war meine letzte Runde dann komplett ohne Konkurrenz und ich hatte alle Fans einschließlich der Gegner für mich: es folgte eine Runde unter Anfeuerungsrufen und einem Schießen wie im richtigen Rennen und Stadion: ein Schuss, ein Treffer, Jubel, nächster Schuss, Treffer, Jubel, Schuss, Treffer, Jubel… alle Fünfe 🙂
Und ohne Medaillen heimkommen konnte uns bei diesem Rennen entgegen der Deutschen in Sotchi auch nicht passieren: Bronze war ja schon garantiert 😉

Am Abfahrtstag hab ich dann meine rumheulenden Handgelenke geschont und bin mit Mr. Knie-kaputt über den Antholzer See gewandert.

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Dabei habe ich schöne Beweise dafür gefunden, wieviel Schnee hier liegt: na klar hatte ich Spaß am schaukeln, aber schaut euch vorallem mal die Schneemassen oben auf der Schaukel drauf an! Dann ein schöner Winterwanderweg? Ne, das ist die Passstraße und wer genau hinschaut entdeckt auch einen Begrenzungspfosten, er schaut gerade so noch aus dem Schnee raus!

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Und ansonsten… wer schaukeln darf, der darf auch sonst nochmal ein Kind sein: Schneeengel! Dass ich beim in den Schneelaufen allerdings so tief versinke, hatte ich nicht ganz einkalkuliert.

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Falls noch Fragen aufkommen sollten, wie zB. was man tut, wenn man nicht Skilanglaufen kann/will aber einen hohen Puls haben will oder was die anderen tun, während einer gerade schießt, hier schonmal zwei Antworten:

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Conclusion: ein Traumurlaub! Danke an meine Mitfahrer!

Biathlon – Tag 1

Es schneit!

Tags zuvor war ich noch mit einem Huhn auf dem Kopf durch das Kölner Maritim Hotel gelaufen und hatte mit xxx Menschen gemeinsam zur Musik der Höhner und der Bläack Föös getanzt und geschunkelt (für alle die mit Fasching etc. fremdeln: es war eine Karnevalssitzung, da ist verkleiden Pflicht!).

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Dann Szenenwechsel – ein kleiner Ort im schönen Südtirol, der in einem Tal liegt, dessen eine Ende der Staller Sattel bildet, der im Winter geschlossen ist, davor ein herrlicher See, der auf Fotos echt superschön aussieht, im Winter jedoch gänzlich von Eis und Schnee bedeckt ist und eine Langlaufloipe, die dorthin und drumherum führt, beginnend in dem Biathlon-Stadion, in dem erst Mitte Januar wieder ein Biathlon Weltcup ausgetragen wurde: Antholz!

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Was ich da zu suchen habe? Das gleiche wie vor 2 Jahren, nur dass die 3er Mannschaft von damals zu einer 3er Mannschaft plus einem Knieverletzten ausgeweitet wurde: eine Woche Biathlon trainieren, will heißen, Skilanglauf mit der Skating Technik in Kombination mit Schießen. Im Fernsehen anzuschauen schon teils sehr spaßig, es selbst zu tun noch viel mehr.

Tag 1 brachte uns vormittags die uns bereits bekannte Stadionführung inklusiver allerlei Zahlen und Regeln rund um den Biathlonsport ein. So eine Waffe hat ein Mindestgewicht von 3,5kg, das Paar Skier, dass der Athlet zu Beginn des Wettkampfes nutzt wird markiert und mindestens einer dieser Skier muss im Ziel noch getragen werden, 10 Athleten werden vor jedem Wettkampf im Hotel abgeholt und zum Dopingtest gebracht, die Marshalls (unter anderem unsere Skilehrer) dürfen sie während dieser Zeit nicht aus den Augen lassen, aber auch die ersten drei Sieger des Laufs.

Nachmittags wurden wir dann in zwei Gruppen aufgeteilt: die Anfänger und die schon etwas Fortgeschritteneren. Obwohl ich nach nur 100m bereits meine erste Schneebegutachtung aus nächster Nähe anschloß, war ich Teil der zweiten Gruppe. Wer meine Handgelenke kennt: sie sind noch unbeschadet, ich bin „glücklicherweise“ nach hinten gefallen, der Kopf kann allerdings ein Lied davon singen.

Es folgte eine Wiederholung einiger Grundtechniken, vorerst jedoch nur des kurzen Skatingschrittes und das hochlaufen steiler Bergabschnitte. Das Fazit: ich komme die Stadionausfahrt auf einmal hoch (das war vor 2 Jahren irgendwie unendlich viel komplizierter) und habe mich auch kein weiteres Mal hingesetzt.

Abends dann der zweite Grund, warum wir nach Antholz gekommen sind, genauer warum wir wieder dasselbe Hotel wie letztes Mal ausgewählt haben: das Abendessen! Ein Traum! 5 Gänge und jeder ein wahrer Genuss. Beim Rindsfilet mit Parmesankruste waren wir uns ziemlich einig, dass das das beste Fleisch ever war. Vierbrunnenhof, wir danken euch!

Abends ließ das Schneetreiben übrigens wieder nach und so ist zu hoffen, dass für den morgigen Tag die Sicht auf die ersten Schießscheiben ungestört ist.

Frohes Neues!

Ein frohes neues Jahr wünsche ich allen!

Dieses Jahr habe ich den Jahreswechsel in Eis und Schnee verbracht und nach rotem Sekt und schönem selbstangezündeten Feuerwerk gings am nächsten Morgen schon früh raus auf die Piste.


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Die Gondel nahm uns auch 5min früher als eigentlich angekündigt mit nach oben und so waren wir vielleicht unter den ersten 30 Leuten im Gargellener Skigebiet, bei herrlichem Sonnenschein, blauem Himmel und frisch hergerichteten Pisten. Bis zum Mittagessen waren wir schon fast soviele Kilometer gefahren, wie am Tag zuvor und die Oberschenkel ächzten leise vor sich hin.

Eingebettet war das ganze in einen großen Familien-Skiurlaub, laut meiner Mom ein Revival von <1990 (ich erinner mich nur dunkel). Nebst täglichem Skifahren durfte ich auch das Eisstockschießen kennenlernen. Das war ein Riesenspaß und da wir dadurch auch Geselligkeit und Kundschaft zur dazugehörigen Schneebar brachten, mussten wir am Ende nichtmal was für bezahlen. Gut zu wissen: kleine Neffen sollte man festhalten, sonst wollen sie jedem (jedem!) Eisstock hinterher rennen!

An einem Abend fand dann auch das 4. Internationale Gargellener Fassdaubenrennen statt. Hierbei hatte die örtliche Skischule eine kleine Strecke am Haushang abgesteckt (mit Tannenzweigen und Fackeln), die heruntergefahren werden musste, inklusive des Schnaps-S (einer S-Kurve nach der kurz ein Schnaps getrunken werden musste, bevor es auf die Zielgerade ging). Aber das war natürlich nicht nur ein einfaches Skirennen! Nein, die Teilnehmer traten in 3er Teams an und fuhren nicht auf Skiern mit Skistöcken, sondern hatten unter jeden Fuss eine Fassdaube (also ein Holzbrett aus einem Wein oder Bierfass) geschnallt. Dazu wurde keine Skistöcke verwendet, sondern ein einzelner langer Stock. Früher war das wohl die Fortbewegungsart im Winter. Ob die allerdings auch die auf-den-Stock-draufsitz Technik verwendet haben (man darf sich das wie Bibi Blocksberg vorstellen)? Zwei Besucher neben mir meinten dabei nur, dass sie hoffen, die Familienplanung des Teilnehmers sei bereits abgeschlossen. Daraufhin drehte sich eine Frau direkt vor mir um und meinte: „Keine Panik, wir sind fertig, wir haben schon drei. Das ist mein Mann!“ Insgesamt sehr lustiger Wettbewerb, die Zuschauer haben viel zu lachen und anzufeuern, die Teilnehmer Spaß, blaue Flecken und/oder eine abgeschlossene Familienplanung 🙂

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Die letzten Tage zeigte sich übrigens so richtig, warum wir zur Halbzeit die Skier nochmal haben wachsen und schleifen lassen: ohne die Kanten hätten wir die Eisplatten nicht geschafft und ohne den Wachs hätte man die vielen Steinlöcher und -einschnitte im Ski mit Sicherheit nicht so gut gesehen! 🙂
Ich habe es übrigens auch geschafft unfallfrei zu bleiben, einmal nen leichten Sturz und einmal rückwärts Pflug-fahren, sonst war meine Technik anscheinend nicht ganz so schlecht. Andere hatten wohl nicht soviel Glück: am zweiten Neujahrstag (gibt es sowas wie den zweiten?) haben wir gleich 3mal den Hubschrauber gesehen. Allerdings war beim zweiten Mal auch eine Filmkamera und Interviewer dabei, also bin ich mir nicht sicher, ob das echt war oder das Notfallteam nur vom Kamerateam begleitet wurde.

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Weiter konnte wir auch einem Tandem-Gleitschirmflieger zuschauen, die auf Skiern den Hang hinab gestartet sind!

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Zum Abschied gab es am Abfahrtstag dann noch Dauerschnee, was uns nur wehmütig wieder nach Hause geschickt hat.

Anflug auf Toronto!

Es steht noch in den Sternen, doch sollte ich diesen Sommer tatsächlich nach Toronto fliegen, so könnte ich eine Art déjà-vu Erlebnis haben. Zwar stimmt die Perspekte dann nicht ganz, doch habe ich kurz vor Weihnachten Toronto schonmal angeflogen und eine recht harte Landung hingelegt. Unglücklicherweise mit mir als Pilot, doch glücklicherweise nur in einem Flugsimulator 🙂

Der Flugsimulator ist kein beweglicher, d.h. man hat nur Bilder und Ton, aber sonst ist alles weitere in realistischer Ausführung vorhanden. Leider habe ich im Endeffekt von dem Überflug über Toronto nicht soviel gesehen, da ich mit Kurvenfliegen beschäftigt war. Vom Flughafen kenn ich dann aber doch ein bischen mehr!

Und keine Panik für Mitflieger im Sommer, meine Fluggäste im Simulator haben mir eine zweite sehr sanfte Landung attestiert 🙂

So ein Reinfall

Tschuldigung, Rheinfall natürlich! (Hier in seiner Pracht durch 4 verschiedenfarbige Fenster fotographiert, quasi manuelle Bildbearbeitung direkt beim Foto machen, nicht erst hinterher!) Aber von vorne:

Sonntag gabs dann Frühstück bei Mr. Fachschaft und Mrs. Unichor und dem Fachschafts-Unichor-Kinde (so eine Kindkombination ist allerding schon garnicht mehr selten und habe ich schon letztes WE in Karlsruhe besuchen können 🙂 ).

Spätestens beim Frühstück fallen einem typisch schweizer essenstechnische Eigenarten auf. Zum einen gab es als Aufstrich natürlich auch das bündener Fleisch. Ein gepökeltes Rindfleisch, das anscheinend sehr beliebt oder zumindest bekannt ist und wie alle Fleischprodukte aus dem Laden natürlich in der Schweiz hergestellt wurde. Von mir bekommt es das Prädikat essbar.

Zum anderen gibt es kaum nach deutscher Art gebackenes Brot (Bäckereien auch eher selten) und die Murren (so Milchbrötchen). Weiter darf man sich auch nicht wundern, wenn dann ein Fläschchen Motoröl auf dem Tisch steht. Oder so scheint es jedenfalls auf den ersten Blick! Das sich in der Plastikflasche tatsächlich die gute Milch versteckt erkennt man erst nach einem Blick aufs Etikett:

Nach dem Essen gings dann weiter nach Schaffhausen, wo der Rhein über einer Reihe von Abfällen schließlich 23 Meter weiter unten die Reise fortsetzt. Beeindruckend ist der Wasserfall an sich ja schon.

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Aber versucht mal weiter mitzudenken: wenn ihr in einem Kajak sitzen würdet, welche Weg würdet ihr zwischen den Felsen und Stufen hindurch wählen? Welcher wäre am sichersten? Ich weiß, es würde niemand, aber was wäre wenn? Es ist tatsächlich machbar und gibt auch auf Youtube ein Video davon, wo ein Schweizer das ganze auch noch schön erklärt. Aber schaut euch das linke Bild mal zuerst an und überlegt euch, wo ihr langfahren würdet, danach könnt ihr dann am Video überprüfen, ob ihr richtig lagt: http://youtu.be/RpanrqR-PDw . Und nein, ich glaube nicht, dass ich das wagen würde. Vielleicht sollte ich erstmal mit kleineren Wasserfällen anfangen 😉

Neben dem Rheinfall kann man (gegen Gebühr) dann auch runterlaufen und von der Südseite den Wasserfall von unten bestaunen. Es gibt sogar eine kleine Plattform, die ein Stück in den Wasserfall ragt, bei der ich mich frage, wie die eigentlich dahin gebaut wurde (also sie steht auf einem Pfosten). Direkt daneben auf einer gemütlichen Bank und vom Regen geschützt gab es dann Mittagessen und den ersten, einzigen und richtigen Reinfall: geschwächt vom Hunger konnten nicht alle ihr Stück Brot festhalten und opferten es den Wassergöttern. Man sah es aber noch stets im Wasser schwimmen, genauso wie den StarBucks Kaffeebecher, den ein anderer Touri bereits den Wassergöttern geopfert hatte.

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Amherst-Treffen auf dem Uetliberg

Samstag war dann Zürichs Innenstadt dran! So als typischer Touri, ging die Führung durch die Innenstadt. Ich hatte leider meine Kamera nicht gefunden, weshalb ich mich nur mit dem Handyfoto als echter Tourist ausweisen konnte. Und naja, sobald man den Mund aufgemacht hat, war ja eh jedem Züricher klar, dass man aus Deutschland war.
Geführt hat uns Volker, den ich in meiner Amherst-Zeit kennengelernt hatte.

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Einmal an der ETH Zürich vorbei (man muss ja überprüfen, ob das Aussehen dem Ruf entspricht):

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und eine Ehrenrunde durch das zoologische Museum gedreht. Das ist echt wahnsinnig interessant, zum einen die Versteinerungen (z.B. der Oberarm irgendeiner ausgestorbenen Elefantenart – zum Vergleich meiner) und außerdem die ausgestopften Tiere im Keller – sowohl ausgestorbene als auch einfach ein Querschnitt durch das Tierreich eines jeden Kontinents (natürlich nicht in Landkontinenten unterteilt, sondern passend nach Tierreichen, die haben auch so bestimmte Namen).

Den Nachmittag sind wir dann auf den Uetliberg rauf (mit der Bahn, da das Tageslicht doch schon knapp wurde) und dann aber zu Fuß den Turm dort bestiegen (wäre auch anders nicht möglich gewesen). Ein sagenhafter Ausblick, bis zu den Alpen. Nur ein klein wenig windig!

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Beim runterklettern dann eine echte Überraschung: dort stand Volkers Mitbewohnerin in Amherst (was nun ja schon einige Jahre her ist)! Tatsächlich, sie wohnt inzwischen auch in Zürich und lebt und arbeitet hier. Zufälle gibts!

Anschließend schlenderten wir gemütlich den Berg hinunter, durften somit noch einen Blick auf Zürich bei Nacht und Vollmond werfen (Fotos mit Handys sind hier leider fast nur Wegwerfqualität) und kehrten schließlich in der Raclette-Stube ein, die allerdings eigentlich fast nur Käsefondue im Angebot hat. Aber was für welches! Ein Riesenempfehlung wert, so lecker hat das noch nie geschmeckt! Tomaten in den Käse rein lohnt sich!!!

Zuerich

Faszinierend, da ziehen innerhalb der letzten 1,5 Jahre gleich 4 Freunde nach Zürich und ich kenne sie aber alle aus unterschiedlichen Ecken! Da lohnte sich der Trip in die Schweiz doch richtig!

Freitag Abend also nach Zürich gefahren. Bei einem wahnsinnig tollen Sonnenuntergangshimmel.

Dann fälschlicherweise das Tierspital besucht (ich mag den Namen „Spital“, das lässt sich so schön herauspfeffern, wenn ihr versteht was ich meine), endlich aber auch die richtige Hausnummer gefunden und rein in die Innenstadt und mit ehemaligen Kommilitonen, die ich gefühlt hauptsächlich außerhalb Deutschlands treffe, ein paar Cocktails getrunken.

P.S. Ja, Zürich schreibt man mit ü, aber diese Blogsoftware mag keine Umlaute im Titel!